BG reist am Samstag zu den Saarlouis Royals

Karlsruhe (ps). Wenn man sich dieser Tage mit Ralf Rehberger, Basketball-Trainer des Pro B-Ligisten BG Karlsruhe, unterhält, stellt man schnell fest, dass sein Fokus nicht ausschließlich auf der Analyse des kommenden Gegners liegt, sondern die Gedanken um das eigene Team und die eigene Leistung kreisen. „Wir haben gegen Hanau sehr gut gespielt und auch die Leistung war entgegen des Ergebnisses gegen Rhöndorf durchaus ordentlich. Da möchte ich anknüpfen, das Niveau halten bzw. verbessern. Für mich ist entscheidend, dass wir uns für unsere guten Leistungen auch mit sportlichem Erfolg belohnen und nicht wie gegen Rhöndorf für individuelle Fehler bestraft werden.“

Ein sportlicher Erfolg wäre alleine schon aufgrund der Tabellensituation aus BG-Sicht wünschenswert. Die Gastgeber am Samstag sind nämlich in Speyer mit einem Sieg in diese Spielzeit gestartet und haben lediglich einen Sieg weniger als die Karlsruher Gäste auf dem Konto, würden bei einer BG-Niederlage mit Punkten gleichziehen. Dass der Aufsteiger in der ProB durchaus mithalten kann, zeigte sich gerade am vergangenen Wochenende, als das Auswärtsspiel gegen die Licher BasketBären erst in den Schlusssekunden und sehr glücklich für die Hessen entschieden wurde.

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Mit Easterling II, Moore und Valbrun hat Headcoach Cummings drei US-Spieler im Kader, die im Schnitt zweistellig punkten, stark rebounden, gut penetrieren und in der Verteidigung früh attackieren. Mit diesen Fähigkeiten prägen sie als starker Backcourt die Spielphilosophie der Saarländer. „Sie suchen gerne Eins-gegen-Eins-Situationen, sind sehr schnell und als Aufstiegsteam, das nahezu zusammengeblieben ist, sehr gut aufeinander eingespielt.“, weiß Ralf Rehberger. Dementsprechend kommt auf die Karlsruher Defensivarbeit einiges an Herausforderung zu: Man muss den Gegner stoppen, sich im Team aufmerksam unterstützen, um den erfahrenen Akteuren der Gastgeber keine Blöße im Eins-gegen-Eins zu geben, und natürlich gilt ein unbedingter Fokus auf die Reboundarbeit.

Dass Saarlouis hochmotiviert in diese Partie gehen wird, davon ist auszugehen. Dass acht Akteure- neben den drei genannten Amerikanern- namentlich noch Goolsby, Mujkanovic, Lauter, Klein und Rodriguez auf durchschnittlich über 20 Minuten Spielzeit kommen, ist ein Hinweis auf einen ausgeglichenen Kader, der mit guter Teamarbeit auch eine kleine Rotation kompensiert. Dass jeder dieser Spieler bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, man die Mannschaft nicht auf die US-Akteure reduzieren darf, zeigte sich bei dem Auswärtserfolg in Speyer, als Goolsby beim Stand von 90:90 anderthalb Minuten vor dem Ende seine Treffsicherheit von Außen unterstrich und den BIS Baskets einen Stoß verpasste, von dem diese sich bis zum Ende der Partie nicht mehr erholten.

Bei der BG werden nach wie vor Michael Müller und David Watson noch nicht für einen Einsatz auf dem Parkett zur Verfügung stehen. Ansonsten kann Ralf Rehberger auf alle verbleibenden Kaderspieler zurückgreifen und wird diese gewohnt gut vorbereitet in der Stadtgartenhalle präsentieren, wenn es um 19:30 Uhr am Samstag zum Hochball kommt.