Neuer KSC-Coach versucht „aus dem Möglichen das Unmögliche“ zu machen

Karlsruhe (mia). Und da saß er nun auf dem Podium des Karlsruher SC, der neue KSC-Cheftrainer Alois Schwartz. Der Wunschtrainer von KSC-Vizepräsident Günter Pilarsky hatte noch rechtzeitig vor Beginn der Pressekonferenz unterschrieben und präsentierte sich den anwesenden Journalisten.

Kein unbekanntes Gefühl für jene. Auch die, die erst neu dabei waren hatten beim KSC allein in der aktuellen und  vergangenen Spielzeit einige solcher Pressekonferenzen oder Pressegespräche miterlebt. Eine Überraschung war Schwartz trotz der geheimnisvollen PK-Einladung ohne Namen des Trainers seit Sonntag nicht mehr.

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Entschieden habe er sich am heutigen Morgen „definitiv“. „Da wurde unterschrieben. Definitiv ist, wenn es unterschrieben ist.“ Dass die PK zuvor bereits angesetzt worden war, halte er nicht für „riskant“, so der KSC-Coach.

Was er beim KSC zum Einstand „geschenkt“ bekommt, ist eine doch nicht ganz so kleine Bürde. Zehn Punkte Rückstand auf das Ziel Aufstieg.

 

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Saisonziel bleibt

„Unser Saisonziel bleibt weiterhin der Aufstieg. Vielleicht sollte man etwas Druck vom Kessel nehmen, den Blick weg von der Tabelle und uns drauf zu konzentrieren, eine gewisse Stabilität in unser Spiel zu bekommen“, sagt KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer und traut Schwartz die Mission zu.

„Wir beide hatten die vergangene Woche und auch am letzten Wochenende intensive, sehr gute Gespräche, die mich am Ende wirklich überzeugt haben, dass Alois Schwartz der richtige Mann ist für den KSC. Es war klar, dass wir vom Profil her einen gestandenen Trainer verpflichten wollten, einen Trainer, der schon im Herren-Bereich gearbeitet hat und da gewisse Dinge vorzuweisen hat. Speziell in Sandhausen hat er bewiesen, dass er über einen längeren Zeitraum mit bescheidenen Mitteln arbeiten kann. Seine Mannschaften hat es ausgezeichnet, dass sie defensiv gut strukturiert gearbeitet haben.“

Aufstieg spätestens in zwei Jahren

Voll des Lobes ist auch der neue KSC-Coach: „Ich freue mich hier zu sein und beim Traditionsverein das Vertrauen zu bekommen vom Präsidium an der Spitze und auch von Oliver Kreuzer. Wir sind in guten Gesprächen gewesen und der Verein, gerade das Präsidium und Oliver Kreuzer haben mir ein gutes Gefühl gegeben, um diese Aufgabe, die sehr interessant ist, hier anzunehmen und wieder was aufzubauen, um den Verein dahin zu führen wo er hingehört.“

Das sei die Zweite Liga – „erst mal“. Da müsse man ansetzen. Natürlich schwebe man im Traditionsverein in anderen Gefilden, weiß Schwartz aus Erfahrung. „Aber man muss die Gegebenheiten sehen. Der Ist-Zustand ist so, dass wir gerade versuchen, aus dem Möglichen das Unmögliche vielleicht nochmal  zu machen. Um eventuell dahin zukommen. Ob das gleich im ersten Jahr ist, mit der Hypothek hinterherzulaufen oder dann im zweiten Jahr gelingt,… Aber spätestens da“, sagt er über den Wiederaufstieg.

Eventuell kommt noch ein Spieler

Es sei eine spannende Aufgabe auch eine Klasse tiefer im Traditionsverein zu arbeiten. „Wir müssen eine gewisse Stabilität und Kontinuität in die Mannschaft reinbekommen und dann die richtigen Schritte einleiten, um das noch Mögliche möglich machen zu können. Die Aufgabe ist reizvoll und spannend.“ Die A-Note müsse man hinbekommen, dann komme die B-Note. „Da müssen wir der Mannschaft einen Plan an die Hand geben, damit das kommt.“

Ob da noch der ein oder andere Spieler hinzukomme? „Ein Trainer hat immer Wünsche, aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Die zwei Tage nutzen wir natürlich noch, um drüber zu gehen. Wo können wir den Hebel ansetzen. Wenn es klappt ist es schön, wenn nicht, ist das Material nicht so, dass wir unbedingt nachbessern müssen.“ Aber wenn man das bekomme, was zum KSC passt, „wäre das nicht schlecht“.

Schwartz bringt einen Assistenten, seinen „Vertrauensmann“ Dimitrios Moutas mit, Gespräche werden geführt mit den bisherigen Co-Trainern.