ASV hofft: Sind aller guten Dinge drei?

ASV Grünwettersbach Coach Achim Krä­mer

Karlsruhe (ps). Erstmals in seiner Vereinsgeschichte steht der Tischtennis-Bundesligist ASV Grünwettersbach im Viertelfinale des DTTB-Pokals und ist somit nur noch einen Sieg vom Erreichen des Liebherr-Finals in Ulm entfernt (Di. 10.10., 19 Uhr: Borussia Düsseldorf – ASV Grünwettersbach).

Allerdings erwischten die Badener mit der Partie bei Rekordmeister Borussia Düsseldorf das schwerste Los, obwohl der ARAG CentreCourt in der NRW-Landeshauptstadt bislang ein gutes Pflaster für den ASV war. Bei den bisherigen beiden Gastspielen konnten die Jungs von Rade Markovic nämlich die Halle als Sieger verlassen.

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Ob dies auch beim dritten Gastspiel am Rhein der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Mit entscheidend dafür dürfte die Aufstellung der Hausherren sein. Denn treten die Gastgeber mit ihrem Superstar Timo Boll an – was bei den ASV-Siegen in Düsseldorf nicht der Fall war – sinken die Chancen des Underdogs rapide. Timo Boll, die aktuelle Nr. 5 der Weltrangliste, spielt momentan trotz seiner 36 Jahre auf absolutem Topniveau und wird für das ASV-Quartett kaum zu knacken sein. Wollen Masa Morizono, Ric Walther, Dang Qiu und Sam Walker in Düsseldorf erfolgreich sein, müssten sie die übrigen Borussen Kristian Karlsson, Stefan Fegerl und Anton Källberg in Schach halten. Dies dürfte äußerst schwer werden, sind die Düsseldorfer in der Rangliste doch meist besser platziert als die ASV-Asse.

Dennoch reisen die Badener nicht chancenlos gen Düsseldorf, denn bei ihren Auftritten dort haben sie sich schnell den Ruf eines Angstgegners für das Starensemble erarbeitet.

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Punktekonto soll ausgeglichen werden

Obwohl der ASV bei seinen bisherigen Gastspielen im Westerwald nichts zu erben hatte, reisen Rade Markovic und seine Spieler diesmal voller Zuversicht nach Grenzau, zumal sie voraussichtlich in Bestbesetzung antreten können (So. 15.10., 15 Uhr: TTC Zugbrücke Grenzau – ASV Grünwettersbach).

Mit Masa Morizono kam der Erfolg an den Wetterbach zurück und auch Ricardo Walther brillierte bei seinem ersten Heimspiel im ASV-Trikot und stellt zweifellos die erhoffte Verstärkung für den ASV dar. Lediglich Dang Qiu und der zuletzt erkrankte Sam Walker kamen in dieser Spielzeit noch nicht so richtig in Fahrt und haben noch Luft nach oben.

Im Gegensatz zum ASV ist der Gastgeber aus dem Brexbachtal bislang noch ohne Erfolgserlebnis und ziert daher das Tabellenende der TTBL. Zuletzt musste TTC-Spitzenspieler Kou Lei in Saarbrücken verletzungsbedingt passen, während Talent Kirill Gerassimenko und Routinier Constantin Cioti ansprechende Leistungen boten. Speziell der junge Kasache Kirill Gerassimenko hatte zuletzt einen starken Auftritt bei den Polish Open und darf keineswegs unterschätzt werden.

Ob der ASV erstmals beim TTC punkten kann oder die Hausherren ihre Heimserie  gegen unser Team fortsetzen können bleibt offen. Brechen die Gäste das Gesetz der Serie können sie ihr Punktekonto ausgleichen und sich im Tabellenmittelfeld der TTBL etablieren.