KSC-Zahlen: Minus von 109.000 Euro – TV-Gelderreduzierung ist ein Attentat

Karlsruhe (mia). Nur 109.000 Euro beträgt das Minus zum Ende des Geschäftsjahres des Karlsruher SC, stellte KSC-Geschäftsführer Helmut Sandrock bei der Mitgliederversammlung des Karlsruher Drittligisten vor.

KSC-Präsident Ingo Wellenreuther hatte zuvor erklärt wie hart der Abstieg in die Dritte Liga den KSC getroffen hatte. „Die Existenzgrundlage“ würde entzogen, der Verlust durch die TV-Gelder sei immens, so das Vereinsoberhaupt. Es komme einem „Attentat „gleich, erklärt Wellenreuther. Der Wegfall der Einnahmen durch die TV-Gelder sei extrem. Man sei hingefallen, werde aber wieder aufstehen und sei auch bereits wieder aufgestanden, erklärt KSC-Präsident Wellenreuther.

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Dass der Verlust aus dem Geschäftsjahr dennoch so niedrig sei, habe auch mit den Forderungsverzichten von Einzelpersonen und Instituten durch Besserungsscheine in Höhe von 6,7 Millionen Euro zu tun. Diese rühren aus den letzten Jahren seit 2003 her. Nichts Neues sei das für den KSC, so KSC-Geschäftsführer Helmut Sandrock. Wenn es eine positive Geschäftsentwicklung gebe, würde man die Summen zurückzahlen.

Die Besserungsscheine seien keine Bedrohung sondern eine Hilfe, so Sandrock.

 

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Helmut Sandrock stellte den anwesenden Mitgliedern die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres vor. Die Konzernbilanz habe sich verringert auf 7.386000  Euro.

Ein geringerer Zuschauerzuspruch sowie die geringen TV-Erlöse haben zu Umsatzeinbußen geführt. Dagegen stand aber ein gutes Ergebnis aus den Transfererlösen in Höhe von 3.007.000 Euro. Insgesamt kommt der KSC auf Erträge in Höhe von 26.219.000 Euro und damit ein Plus von rund 3,5 Millionen Euro.

Dem gegenüber stehen Ausgaben, der Transferaufwand von 1.343000 Euro, die mit rund 800.000 Euro über den geplanten Ausgaben liegen. Insgesamt 446 Mitarbeiter hatte der KSC im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigt und dafür 1.309.000 Euro aufgebracht. So komme man insgesamt auf eine Summe von 26.328.000 Euro Aufwendungen, wodurch ein geringes Minus als Ergebnis von 109.000 Euro zustande kommt.

In den Planungen für die kommende Saison sei auch ein weiteres Jahr dritte Liga eingeplant, so Wellenreuther. Zwar habe man das natürlich nicht vor, sondern wolle in die zweite Liga, aber in der Planung habe man dies eingerechnet und der Verein könne ein zweites Jahr dritte Liga auch stemmbar.