GEQUOS verpassen Befreiungsschlag

„Aaron Schmitz auf dem Weg zum Korb.“ KIT SC
GEQUOS/Denny Möller,

Karlsruhe (ps). 52 Prozent Dreierquote waren nicht genug: Die KIT SC GEQUOS haben sich am vierten ProB-Spieltag in der Offensive deutlich verbessert gezeigt, so die Meldung des KIT SC. Dennoch unterlagen die Karlsruher den FRAPORT SKYLINERS Juniors nach einem Duell auf Augenhöhe mit 70:73 (37:36). Den GEQUOS gelang es gegen die intensive Frankfurter Defensive selten, ihr Spiel am Brett zu etablieren. „Es waren wieder mal Kleinigkeiten. Ein Rebound mehr, ein verwandelter Dreier, ein Ballverlust weniger – dann geht das Spiel vielleicht anders aus. Trotzdem müssen wir den Kopf oben behalten“, sagt GEQUOS-Headcoach Jaivon Harris.

Den Gästen gehörte die Anfangsphase des Spiels. Sie kamen vor allem am offensiven Brett mit viel Energie aufs Feld. Die Hausherren brauchten dagegen gut zwei Minuten, um langsam ihr eigenes Spiel zu finden. Benjamin Kaufhold gab mit seinem Dreier zum 3:4 die weitere Richtung für das erste Viertel vor. Die Karlsruher fanden vor allem aus der Distanz einen guten Rhythmus und lagen nach fünf Minuten mit 11:6 in Front. Frankfurt hatte trotz guter Ballbewegung gegen die Defensive der GEQUOS Probleme, sich Wurfpositionen zu erspielen. Mehrere Offensivrebounds hielten die Gäste dennoch in der Partie. Luka Drezga sorgte schließlich mit zwei Dreiern gegen Ende des Viertels für die 21:13-Führung der GEQUOS nach zehn Minuten.

Booking.com

Zu Beginn des zweiten Abschnitts baute Chaed Wellian mit dem sechsten Dreier der GEQUOS die Führung auf elf Zähler aus. Frankfurt wirkte in dieser Phase angeschlagen, fand kein richtiges Rezept gegen die Karlsruher Offensive. Deren Faden riss wenig später nach einem Korbleger von Jeremy Black zum 32:19. Beide Teams taten sich nun bis zur Schlussphase der ersten Halbzeit im Angriff schwer. Richard Freudenbergs Dreier zum 26:35 aus Sicht der Gäste war der Startschuss zum Frankfurter Schlussspurt. Der agile Jules Dang Akodo drehte auf und verwandelte zwei Steals in fünf Punkte. Die GEQUOS fanden nun in der Offensive nicht mehr den richtigen Wurf und gingen trotz zwischenzeitlich zweistelliger Führung nur mit 37:36 in die Kabine.

[adrotate banner=“47″]

Frankfurt nahm den Schwung aus der ersten Halbzeit direkt mit in die zweite. Die Gäste kamen mit viel Energie zurück, übernahmen durch einen 6:0-Lauf die Führung und zwangen Harris zu einer frühen Auszeit. Bis zu Jeremy Blacks Korbleger zum 39:44 waren fast dreieinhalb Minuten vergangen – ein Signal, das Brett nun aggressiver zu attackieren, war aber auch das nicht. Stattdessen übernahmen Drezga und Wellian Verantwortung aus der Distanz. Sie brachten die GEQUOS durch drei Dreier binnen 90 Sekunden in Schlagdistanz (48:49). Beide Mannschaften taten sich offensiv im zweiten Teil des dritten Viertels schwer, die Partie blieb hart umkämpft. Wellian setzte schließlich mit seinem Distanztreffer zum 54:55 den Schlusspunkt unter den Abschnitt.

Im letzten Viertel hatten die Gastgeber den besseren Start: Wellian sorgte per Sprungwurf für die erste Führung seit der Halbzeitpause. Doch die Freude währte nur kurz. Freudenberg, Tobias Jahn und Garai Zeeb ließen die Gäste wieder auf 63:56 davonziehen. Die Schwächephase weckte den Kampfgeist der GEQUOS. Kaufhold führte sein Team nach einer Auszeit mit einem Korbleger und einem Dreier auf 61:65 heran (35.). Wieder einmal erwartete die GEQUOS eine enge Schlussphase, in der es auf viele Kleinigkeiten ankommt. Los ging die denkbar schlecht: Mit zwei verpassten Freiwürfen und einem Ballverlust.

Die letzten drei Minuten begannen beim Stand von 63:71. Die Defensive der Gastgeber war nun stabil und ließ Frankfurt wenig Raum zur Entfaltung. Florian Rothenberg mit einem Freiwurf und Black mit einem Dreipunktspiel ließen ihr Team Hoffnung schöpfen. Nach einem Dreier von Wellian gut eine Minute vor Ende war plötzlich wieder alles offen (70:71). Eine gute Defensivaktion später hatte Wellian 17 Sekunden vor Ende gar die Führung vor Augen – vergab aber aus der Distanz knapp. Frankfurt baute im Gegenzug seinen Vorsprung von der Freiwurflinie auf 73:70 aus. Drezgas schwieriger Dreierversuch zum Ausgleich verfehlte sein Ziel Sekunden vor der Sirene.

Nach vier Spieltagen stehen die GEQUOS damit noch immer mit leeren Händen da – auch wenn sie in jedem der vier Spiele eine echte Siegchance hatten. In den kommenden beiden Wochen treten sie zweimal auswärts an: Erst in Gießen, danach geht es nach Dresden.

Punkte GEQUOS: Drezga 21 / 5 Dreier, Wellian 17 / 4 Dreier, Kaufhold 12, Black 11, Schmitz 6 / 8 As, Davis 2, Rothenberg 1