ASV Grünwettersbach katapultiert sich auf Platz 2

Karlsruhe (ps). Was für eine verrückte und spannende Saison in der 2. Tischtennis-Bundesliga! Die ersten sechs Teams liegen nur einen einzigen Minuspunkt auseinander und jeder kann jeden schlagen.

Beim Tabellendritten BVB Dortmund erwischte der ASV Grünwettersbach zunächst einen Bilderbuchstart. In den Doppeln siegten zunächst Robles/Walker nach zwei engen Auftaktsätzen schließlich deutlich mit 3:0, während Zibrat/Erlandsen zwar stets in Führung lagen, am Ende aber froh sein mussten, mit 11:9 im Entscheidungssatz die Nase vorn zu haben.

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In den Einzeln setzte sich zunächst der ASV-Siegeszug fort, als Alvaro Robles den erfahrenen Russen Evgeny Fadeev im Entscheidungssatz deutlich in Schach halten konnte. Doch die Gastgeber kamen zurück. Jan Zibrat begann zwar gegen Erik Bottroff stark, doch der Borusse übernahm immer mehr das Kommando und entschied den 5. Satz schließlich mit 11:7 für sich. Im hinteren Paarkreuz boten dann die Hausherren die erwartet starke Leistung. Geir Erlandsen kam zwar gegen Björn Helbing immer besser ins Spiel, doch zu mehr als einem Satzgewinn reichte es nicht. Als Sam Walker dann dem unbequemen BVB-Spielertrainer Wencheng Qi mit 9:11 im finalen Durchgang unterlag, hatten die Gastgeber den Ausgleich geschafft.

Im zweiten Durchgang punktete der starke und zuverlässige Alvaro Robles zunächst gegen Erik Bottroff, doch Jan Zibrat musste in einem Match auf Augenhöhe gegen Evgeny Fadeev mit 1:3 passen.

Beim Stand von 4:4 schienen nun die ASV-Chancen auf einen Punktgewinn gegen das starke hintere Paarkreuz des BVB in weite Ferne zu rücken. Doch Sam Walker spielte zunächst gegen Björn Helbing groß auf. Auch durch den Satzausgleich zum 2:2 ließ sich der ASV-Youngster nicht aus der Ruhe bringen und konnte den Entscheidungssatz mit 11:8 für sich verbuchen. Beim Stand von 4:5 ging nun Geir Erlandsen (Bilanz 1:9) gegen Wencheng Qi (Bilanz 8:2) in eine scheinbar aussichtslose Mission. Doch der ASV-Routinier zeigte ein taktisch hervorragendes Match und holte am Ende in drei engen Durchgängen den Siegpunkt für sein Team, das sich durch den doppelten Punktgewinn von Platz 6 auf Rang 2 der Tabelle katapultierte.

 

Regionalliga: ASV Grünwettersbach 2 – TV Leiselheim     9:2

 

Die ASV-Reserve konnte ihren nun bereits über ein Jahr andauernden Siegeszug fortsetzen und auch den bis dato unbesiegten TV Leiselheim klar in die Schranken verweisen. Für die Wormser konnte lediglich deren Spitzenspieler Eric Jouti punkten, während alle übrigen Spiele mehr oder wenig deutlich an den erneut wie aus einem Guss agierenden Tabellenführer gingen.


Schwäbischer Talentschuppen zu Gast

 

So. 16.11., 15 Uhr: ASV Grünwettersbach – TTC matec Frickenhausen 2

 Zum wohl letzten Heimspiel in der Sporthalle Wettersbach – die neue ASV-Turnhalle im ehemaligen Wettersbacher Hallenbad steht kurz vor der Fertigstellung – empfängt der ASV den Talentschuppen des TTC matec Frickenhausen. Beide Teams gehören zu der eng beieinander liegenden sechsköpfigen Spitzengruppe der Liga und sind leistungsmäßig etwa gleich stark einzuschätzen. Bereits zu Saisonbeginn trafen ASV und TTC im Pokal aufeinander, wobei die Schwaben knapp die Oberhand behielten. Für diese Pokalniederlage wollen sich die ASV-Cracks jetzt revanchieren.

Dieses Unterfangen wird nicht einfach, denn speziell im Spitzenpaarkreuz sind die Gäste mit den zur absoluten Weltspitze gehörenden Jugendspielern Kohai Sambe, Mizuki Oikawa und Dang Qui hervorragend aufgestellt. Hier müssen Alvaro Robles und Jan Zibrat schon zur Höchstform auflaufen, um nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Etwas einfacher erscheinen die Aufgaben für Sam Walker und Geir Erlandsen, die auf die TTC-Neuzugänge Mihai Sargu und Marton Szita treffen. Doch obwohl man sich im ASV-Lager hier einen kleinen Vorteil erhofft, zeigte speziell Marton Szita zuletzt stark aufsteigende Form und vor allem auch Nervenstärke und dürfte nicht leicht zu bezwingen sein.

So oder so dürfen sich die Zuschauer wieder auf einen spannenden Nachmittag freuen, wobei 8 Akteure aus 8 Nationen, zum überwiegenden Teil Nationalspieler, wieder Spitzensport der Extraklasse garantieren.