Personalsorgen bringen Niederlage der SG Stutensee-Weingarten

Karlsruhe (ps). Bereits vor Anpfiff verdüsterten sich die Minen beim Gastgeber SG Stutensee-Weingarten. Wer gehofft hatte, dass sich die prekäre Personalsituation der Handballer im Rückraum im Vergleich zur Vorwoche in Wiesloch verbessern würde sah sich getäuscht, so die Pressemeldung der SGSW. (SG Stutensee-Weingarten : HC Neuenbürg 15:25 ( 8:11))

Weder Kevin Senn noch Kapitän Marvin Morlock konnten mitwirken; mit dem langzeitverletzten Spielmacher Johannes Heiß fehlten im Rückraum somit 3 tragende Kräfte der Stammformation. Dass diese Hypothek gegen den ungeschlagenen Tabellenführer wohl zu groß sein würde, war selbst dem größten Optimisten im Lager der SGSW klar. Umso erfreulicher, was die SGSW dann zu Beginn bot. Angeführt von Max Weickum hielt das Team lange Zeit mit.

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Die Abwehr stand sehr gut, im Tor hatte Bastian Boudgoust einen hervorragenden Tag erwischt. Nach 11 Minuten führte der Gastgeber 4:2, kämpferisch gab die Mannschaft alles. Leider versäumte es das Team, diese Phase zu einem größeren Vorsprung zu nutzen. Der beste Mann der Gäste stand nämlich ebenfalls im Tor. Florian Eitel stand seinem Gegenüber in nichts nach und brachte die Spieler der SGSW mit zunehmender Spielzeit immer mehr zum Verzweifeln. In der 18. Minute ging Neuenbürg beim 6:5 erstmals in Führung, dieser Vorsprung wurde bis zur Halbzeit auf 11:8 ausgebaut. Nach Wiederanpfiff hatte man als Zuschauer den Eindruck, dem Gastgeber sei der Pausentee nicht bekommen. Die Mannschaft war nicht wiederzuerkennen, nichts lief mehr zusammen.

Die zweiten 30 Minuten waren auf Seiten der SGSW geprägt von einer Vielzahl falscher Entscheidungen und mangelnder Wurfdisziplin. Neuenbürg tauchte immer wieder frei vor dem bedauernswerten Boudgoust auf, der serienweise schwere Bälle hielt und noch schlimmeres verhinderte. In der 40. Minute stand es 8:15, Trainer Bechtler nahm die Auszeit. Bereits zu diesem Zeitpunkt war klar, dass Neuenbürg seinen Siegeszug fortsetzen würde, es ging nur noch um die Höhe des Sieges. Das erste Feldtor in der zweiten Hälfte erzielte die SGSW in der 44. Minute zum 10:16, nach 54 Minuten stand es 11:22! Der Angriff präsentierte sich als Torso, von einem strukturierten Spiel war nichts mehr zu erkennen. Anhang und Team sehnten den Schlusspfiff herbei, der beim Endstand von 25:15 erfolgte.

Neuenbürg, das sich den Luxus erlauben konnte, einige angeschlagene Spieler zu schonen, war an diesem Tag mindestens eine Klasse besser. Schade, dass die SGSW in der sehr gut besuchten Blankenlocher Sporthalle nach dem Wechsel so einbrach. Lediglich 15 Tore in einem Heimspiel stellen einen Negativwert  dar, den man in Stutensee und Weingarten bei einer ersten Mannschaft seit langer Zeit nicht erlebt hat. Das spielfreie kommende Wochenende kommt deshalb gerade zur rechten Zeit, damit das Team den Reset-Knopf drücken kann und sich wieder auf das besinnt, was es stark gemacht hat.

Tore SGSW: Weickum 4/1, Winter 3, Ockert 3/1, Mügendt 2, Albat 1, P. Gramm 1, Schweitzer 1,

HCN  : Kraus 6, Pietrucha 5, Kracht 4, Kern 3, Frauendorff 3, Angrick 2, Bäuerlein 2