Nur zu Beginn kann der PSK dem Aufstiegsfavoriten Paroli bieten

Karlsruhe (ps). Das Hinspiel gegen die TG Neureut war den PSK-Spielern vor der Auswärtspartie am vergangenen Sonntag noch bestens in Erinnerung – und das nicht nur, weil die Begegnung das Eröffnungsspiel der laufenden Saison war. Denn nach einer völlig verschlafenen Anfangsphase lag man nach etwas mehr als zwölf Minuten mit 0:10 im Hintertreffen, ehe der erste eigene Torerfolg gelang. Nicht nur deshalb war man für das Rückspiel also gewarnt und gut beraten, dieses Mal von Beginn an wach zu sein. (TG Neureut – PSK, 29 : 23 (14 : 12)), so die Pressemeldung des PSK.

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Bis zum 3:3 (7‘) war die Partie völlig ausgeglichen. Die TGN konnte ihren Vorteil durch den ersten Angriff nutzen und immer wieder in Führung gehen. Doch dann gelang es dem PSK zunehmend, die Hausherren mit einer offensiv ausgelegten und aggressiven Deckung zu Fehlern und schlechten Wurfchancen zu zwingen. Zwar mussten sich auch die Gelb-Blauen jeden Treffer hart erarbeiten, doch aus der gelungenen Abwehrarbeit konnte man Kapital schlagen und mit drei Treffern in Folge die Führung übernehmen und ausbauen (4:7). Nach seiner Auszeit kam die Heimmannschaft wieder leichter zu Torerfolgen und konnte die Partie in den folgenden elf Minuten wieder drehen. Da der PSK nun nicht mehr ganz so stark verteidigte und im Angriff mit zu wenig Tempo und Tiefe agierte, konnte auch die fällige Auszeit von Coach Glivarec nicht verhindern, dass Neureut spielbestimmend blieb und sich bis zur Halbzeit auf 15:12 absetzen konnte.

Der PSK-Trainer ärgerte sich in der Kabine zu Recht darüber, dass seine Spieler die Schwächephase der TG nicht konsequenter und mutiger ausnutzten. Im zweiten Durchgang wollte man unbedingt an den starken Beginn anknüpfen und die taktischen Vorgaben besser umsetzen. Zwar kam man nach Wiederanpfiff direkt wieder ran und konnte auch danach den Rückstand zunächst auf zwei Tore begrenzen. Doch die harte rote Karte gegen Spielmacher Herr nahm dem PSK nun vor allem im Angriff einige Optionen. In der Defensive schienen den Spielern außerdem zunehmend die Kräfte auszugehen und Zeitstrafen taten ihr Übriges dazu. Somit konnte sich Neureut Stück für Stück absetzen (19:15, 21:16, 25:18). Neben der deutlich nachlassenden Deckung kam man weder in die erste noch mit Tempo in die zweite Welle und im Positionsangriff tat man sich gegen die kompakte 6:0-Deckung nach wie vor äußerst schwer. Beim Stand von 27:19 (50‘) war die Partie endgültig entschieden. Dank dem eingewechselten Torhüter de Bel, der in der Schlussphase noch so manche Parade zeigte, konnte das Ergebnis am Ende noch in einem einigermaßen ordentlichen Rahmen gehalten werden.

Leider schaffte es der PSK nicht, an der gezeigten Leistung zu Beginn anzuknüpfen. Insgesamt machte man letztlich einfach zu viele Fehler und setzte Vorgaben nicht konsequent um – sonst hätte man den Favoriten noch länger ärgern können.

Es spielten: Stoll, de Bel (beide Tor), Bretzinger (7/1), Strüwing (4), Herr, Armbrust, Riekert, Ried (je 3), Dankowski, Kiefer, Kungl, Hertel, Hess und Proft.