2. Tischtennis-Bundesliga: ASV Grünwettersbach – TTC Weinheim 6:1

Karlsruhe (ps). Nachdem in der jüngeren Vergangenheit in den nordbadischen Derbys meist die Weinheimer den Ton angegeben hatten, ging der ASV Grünwettersbach bei der Premiere im neuen Tischtenniszentrum, das mit 350 Zuschauern prall gefüllt war, diesmal als klarer Sieger hervor. Die Gäste spielten zwar munter mit, hatten mehrmals die Chance das Ergebnis knapper zu gestalten, mussten sich aber am Ende meist den Hausherren beugen.

In den Doppeln zunächst Tischtennis paradox, denn nicht die starken Spitzendoppel gingen als Sieger vom Tisch, sondern die Außenseiter. So ließen die blendend aufspielenden Zibrat/Erlandsen dem TTC-Topduo Devos/Schlichter keine Chance, während Robles/Walker gegen Baum/Klein nie zu ihrem Spiel fanden und nach vier Sätzen ihre zweite Saisonniederlage kassierten.

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In den Spitzeneinzeln dominierten dann die Hausherren. Der blendend disponierte Jan Zibrat ließ dem enttäuschenden Robin Devos keine Chance und Alvaro Robles kämpfte sich nach verlorenem Auftaktsatz gegen Jörg Schlichter immer besser in die Partie und blieb am Ende 3:1-Sieger.

Im hinteren Paarkreuz lieferten sich die beiden Youngster Sam Walker und Dennis Klein ein rasantes Duell, das der Engländer im ASV-Trikot hauchdünn für sich entscheiden konnte und somit seine Bilanz auf tolle 13:3 ausbauen konnte. Dagegen hatte Geir Erlandsen, der seine beste Saisonleistung zeigte, wenig Mühe, seinen ehemaligen Teamkollegen Björn Baum in drei Durchgängen zu besiegen.

Alvaro Robles war es schließlich vorbehalten, den Siegpunkt für sein Team zu erspielen und gleichzeitig seine Vorrundenbilanz auf gute 12:6 zu schrauben. Zwar musste er gegen den nun besser agierenden Robin Devos über die volle Distanz gehen, doch der finale Satz ging mit 11:4 deutlich an den Spanier.

Nach einem etwas holprigen Saisonstart steht der ASV, nachdem sich die neu formierte Mannschaft zunehmend besser gefunden hat, mit 12:6 Punkten auf Tabellenplatz 2, der am Ende der Saison zum Aufstieg berechtigen würde. Den Platz an der Sonne eroberte sich der TTC indeland Jülich, der im sich Spitzenspiel mit 6:4 gegen Borussia Dortmund durchsetzte und nun einen Punkt vor dem ASV und Passau liegt. Insgesamt machen sich noch sechs Teams, die eng beieinander liegen, in der sehr ausgeglichen besetzten Liga berechtigte Hoffnungen, am Saisonende einen der beiden Spitzenplätze zu belegen.

Nach einer kurzen Pause startet der ASV mit dem Heimspiel gegen den TTC Ruhrstadt Herne am 11. Januar in eine viel Spannung versprechende Rückrunde.