Wenig überzeugender Sieg in der Albstadt

Ettlingen (psk). Der PSK festigt vorübergehend seinen dritten Tabellenplatz. Mit einem äußerst glanzlosen, letztlich aber doch ungefährdeten 27:32-Auswärtssieg beim Tabellenschlusslicht HSG Ettlingen/Bruchhausen 2 konnte die eigene Serie auf nunmehr sieben Siege in Folge ausgebaut werden. HSG Ettlingen/Bruchhausen 2 – PSK, 27 : 32 (14 : 15)
Wer im Publikum jedoch auf ein schönes Handballspiel hoffte, in dem sich der tabellarische Unterschied der beiden Teams deutlich zeigt, der wurde schon in der Anfangsphase enttäuscht und dürfte sich schnell an das Hinspiel erinnert gefühlt haben. Denn der PSK begann äußerst verschlafen, konnte seltsamerweise aber dennoch in Führung gehen (1:3).

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Im Angriff wurden jedoch unzählige freie Würfe vergeben und es schien so, dass sich diese Unsicherheit im Abschluss auch in die Abwehr übertrug. Denn dort ließ man die HSG viel zu frei gewähren und hatte vor allem die Übergänge an den Kreis nicht unter Kontrolle. Ettlingen konnte ausgleichen und die träge Partie bis zum Pausenstand von 14:15 völlig offen gestalten.
Trainer Grimm zeigte sich in der Kabine folglich alles andere als begeistert, denn das Team setzte mitnichten seine Vorgaben um. Eine offensiv-aggressive Abwehr sollte eigentlich gespielt werden, aus der es mit hohem Tempo nach vorne gehen sollte. Dafür hatte er bewusst einen großen Kader inklusive Unterstützung dreier A-Jugendspieler mit nach Bruchhausen genommen, die für Entlastung sorgen sollten und ihre Sache auch gut machten. Doch jeder einzelne Spieler musste sich im zweiten Durchgang dringend steigern.
Nach Wiederanpfiff schien sich ein weiterhin enger Schlagabtausch anzukündigen (15:15, 16:16). Dann kamen aber acht Minuten, die rückblickend als die besten des PSK bezeichnet werden müssen. Denn in diesen brachte man das geforderte Tempo endlich auf die Platte. Acht Tore in Folge bis zum Zwischenstand 17:25 zeigten deutlich, wie einfach es doch mit stabiler Abwehr und einem schnellen Ball gehen kann. Doch entgegen der Erwartung setzte sich der PSK nicht weiter vom Gegner ab, sondern nahm unverständlicherweise wieder das Tempo heraus und erlaubte sich auch defensiv die eine oder andere Verschnaufpause zu viel. So durften die Gastgeber in den letzten Minuten noch Ergebniskosmetik betreiben.
Kommende Woche geht es im letzten Heimspiel gegen die HSG Li-Ho-Li, mit der man aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen hat. Der PSK möchte natürlich einerseits gewinnen, andererseits aber auch spielerisch wieder überzeugen. Angepfiffen wird die Partie am Samstag, 30. März um 19 Uhr in der Rüppurrer Eichelgartenhalle.
Es spielten:
Stoll, Freund (beide Tor), Bretzinger (10/5), Herr (5), Henke (4), Ried (3), Reither Pa. (2), Armbrust (2), Bauer (2), Strüwing (2), Kungl (1), Reither Ph. (1), Riekert und Schimanski.