Regel-Spielchen: PSK-Tennisdamen müssen um Punkte zittern

Tennis Symbolbild Bild von Cynthiamcastro auf Pixabay

Karlsruhe (psk). Es sind unruhige Tage in der Tennisabteilung des Post Südstadt Karlsruhe (PSK). Nicht nur, dass am vergangenen Wochenende trotz starker und kämpferischer Auftritte vorerst keine Siegpunkte auf dem Konto der ersten Damenmannschaft landeten. Auch die zwei Siege am Wochenende zuvor wurden dem Team nun wegen des angeblich regelwidrigen Einsatzes zweier Nicht-EU-Spielerinnen aberkannt. Gegen diese Wertung hat der Verein Protest eingelegt. So belegt der PSK nun vorläufig den letzten Tabellenplatz und muss zwei Spieltage vor Saisonende um den Klassenverbleib in der Regionalliga Süd-West zittern.

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Das Derby zwischen den beiden Stadtrivalen SSC Karlsruhe und PSK am 25. Mai war an sich bereits brisant genug, da der Liganeuling aus dem Süden der Fächerstadt dringend auf Punkte angewiesen war. Nach den Einzeln deutete auch alles auf einen Sieg des PSK hin, der nach spannenden und teilweise erst im Matchtiebreak entschiedenen Duellen mit 4:2 auf der gegnerischen Anlage führte. Dann jedoch kam es zu schweren Unstimmigkeiten zwischen den Kontrahenten. Der PSK hatte die geplanten Aufstellungen für die Doppel nicht innerhalb der ursprünglich vorgesehenen 15 Minuten eingereicht und bekam daraufhin vom Schiedsrichter einen Aufschub von einer Minute gewährt. Die Gastgeberinnen erkannten darin einen Regelverstoß. Auch Telefonate mit dem Verband und längere Diskussionen änderten nichts daran, dass die Begegnung angesichts verhärteter Fronten nicht fortgesetzt werden konnte. Eine Stellungnahme der Spielleitung sowie die Wertung stehen noch aus.

Am 26. Mai folgte ein Auswärtsspiel beim weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer TC BW Vaihingen/Rohr. Widererwarten hielten die PSK-Damen mehr als gut mit und gestalteten die Begegnung bis zum letzten Doppel offen. Nach den Einzeln hatte es 3:3 gestanden und nach den ersten zwei Doppeln 4:4. Erst im Matchtiebreak des letzten Duells fiel die Entscheidung knapp aber verdient zugunsten der Gastgeberinnen. Es war ein Spieltag, der von gegenseitigem Respekt, sportlicher Fairness, hohem spielerischem Niveau und knappen sowie spannenden Entscheidungen geprägt war. Dies wünscht man sich beim PSK wieder häufiger.

Bereits am kommenden Wochenende steht das Saisonfinale an. Am 1. Juni führt der Weg der PSK-Spielerinnen zum TA VfL Sindelfingen 1862, bevor ein Heimspiel gegen den BASF TC Ludwigshafen die Runde beschließt. Spielbeginn ist jeweils um 11:00 Uhr. Beim PSK hofft man jedoch vor allem, dass nun bald über den eingelegten Protest der Wertungen des zweiten und dritten Spieltags sowie über das nicht beendete Spiel beim SSC entschieden wird.