DFL honoriert Ausbildungsarbeit der Amateurclubs

Jannik Dehm KSC

Frankfurt. Die Deutsche Fußball Liga hat 2 Millionen Euro Ausbildungshonorierung an 124 deutsche Fußballclubs unterhalb der 3. Liga ausgeschüttet. Mit dem 1. FC Birkenfeld, dem FC Germania Untergrombach, FC Germania Friedrichstal und dem SV Waldhof Mannheim freuten sich auch vier badische Vereine über insgesamt knapp 45.000 Euro.

„Ich bin fast vom Stuhl gefallen, als ich den Betrag gehört habe“, gibt Reiner Steudle vom 1. FC Birkenfeld zu. Für die Ausbildung von David Otto, der als 13-Jähriger von Birkenfeld zur TSG 1899 Hoffenheim wechselte, schüttet die DFL 23.000 Euro an den Landesligisten aus. Otto machte in der Saison 2018/19 drei Pflichtspiele für die TSG in der 1. Liga. „Das ist eine super Sache! Wir haben vor drei Jahren einen Kunstrasen gebaut, um gute Trainingsvoraussetzungen für unsere Jugendarbeit zu bieten. Dafür können wir das Geld natürlich gut gebrauchen, um die Darlehen für den Kunstrasen schneller zurückzahlen zu können“, freut sich Steudle.

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Von der aktuellen Ausschüttung profitieren Clubs, die an der Ausbildung von Spielern beteiligt waren, welche 2017/18 oder 2018/19 im Alter von höchstens 23 Jahren ihren ersten Lizenzspielervertrag in der Bundesliga oder 2. Bundesliga unterschrieben haben und in der Spielzeit 2018/19 zu ihrem ersten Pflichtspieleinsatz gekommen sind.

Dazu gehört auch Jannik Dehm, der gebürtige Bruchsaler, der in der Saison 2018/19 für den Zweitligisten Holstein 33 Ligaspiele und drei DFB-Pokalpartien absolvierte. Seine ersten Schritte als Fußballer machte er beim FC Germania Untergrombach und beim FC Germania Friedrichstal, die beide nun für ihre Nachwuchsarbeit belohnt wurden. Der Verbandsligist aus Friedrichstal will die 6.305 Euro in die Verbesserung der Infrastruktur investieren. A-Ligist FC Germania Untergrombach erfüllte sich mit den 5.500 Euro einen lang gehegten Traum und installierte ein Videoanalyse-System. Die Jugendtrainer wurden bereits eingewiesen und sind sich sicher „der nächste Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft unseres FCU“ sei gelegt.

Der SV Waldhof Mannheim, 2018/19 noch der Regionalliga Südwest angehörig, war an der Ausbildung von Alfons Amade beteiligt. Mit 10 Jahren wechselte der Heidelberger zur TSG 1899 Hoffenheim, für die er in der vergangenen Saison einmal in der 1. Liga auflief. Für den SVW gab es dafür 10.045 Euro.

Zur Saison 2017/18 hatte die DFL die gesamte Ausbildungsförderung grundlegend überarbeitet und dabei die Mittel für die Ausbildungshonorierung deutlich erhöht. Auch im Vergleich zum Vorjahr stieg die Summe erneut von 1,5 auf 2 Millionen an.