Amtsgericht Dortmund spricht KSC-Fan frei

Symbolbild

Karlsruhe/Dortmund (ps). Ein Fußballfan des Karlsruher SC, der sich laut Ermittlungsbehörden an den Ereignissen beim letzten Gastspiel von Hertha BSC Berlin bei Borussia Dortmund am 27.10.2018 im Westfalenstadion  beteiligt haben soll, wurde heute richtigerweise durch das Amtsgericht Dortmund freigesprochen, melden die SUPPORTERS KARLSRUHE 1986 e.V.offizieller Fan-Dachverband des KSC in einer Pressemeldung. Denn, in Dortmund war der angeklagte Fan bei diesem Spiel nicht.

Dazu erklären die Fanhilfe Karlsruhe und die Fanhilfe Hertha B.S.C. gemeinsam:

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„Die bisherigen Ermittlungen zu den Geschehnissen an diesem Tag, haben schon für reichlich Kopfschütteln gesorgt. Das nun aber eine Person aufgrund einer Verwechslung vor Gericht erscheinen musste und sie der gesuchten Person nicht einmal annähernd ähnlich sieht, ist eine neue Dimension von fehlerhafter Polizeiarbeit.

Anhand von Bildern des besagten Tages und durch Zeugenaussagen wurde belegt, dass der Angeklagte zeitgleich das Auswärtsspiel des Karlsruher SC im von Dortmund 600km entfernten Unterhaching besuchte. Dies wurde durch die anwaltliche Vertretung dem Gericht bereits im Vorfeld der Hauptverhandlung mitgeteilt. Warum das Verfahren trotzdem stattfinden musste, ist aus unserer Sicht völlig unverständlich. Die vermeidbaren Verfahrenskosten muss nun der Steuerzahler tragen.

Selbst die Stadionverbotskommission des BVB erkannte, dass der KSC-Fan nicht in Dortmund gewesen sein konnte und sprach das beantragte Stadionverbot nicht aus.

Dieser Fall reiht sich ein in eine Vielzahl von Ermittlungsfehlern. Bei der utopischen Größe des Beschuldigtenkreises gehen wir fest davon aus, dass dies nicht der letzte Freispruch gewesen sein wird!“, so die komplette Meldung der KSC-Supporters.