DER LÖWENKÄFIG HAT GEKOCHT

Foto: TMC-Fotografie

Karlsruhe (psk).

Mit fast identischem Ergebnis wie bei der 69:74-Niederlage im Hinspiel endete am 1. Februar die Heimpartie der PS Karlsruhe LIONS gegen die NINERS Chemnitz. So musste das Löwenrudel am 23. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA bei einem Endstand von 69:75 die 15. Saisonniederlage hinnehmen. Doch wie im vergangenen Dezember in Sachsen lieferte Karlsruhe dem Spitzenreiter, der in dieser Spielzeit erst einen Misserfolg zu verzeichnen hat, einen harten Kampf und wurde nach Spielende zurecht von den heimischen Fans beklatscht.

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Nach einer gemeinsamen Schweigeminute für die am vergangen Sonntag tödlich verunglückte Basketball-Legende Kobe Bryant gestaltete sich der Spielbeginn gänzlich anders, als angesichts der Tabellensituation erwartet. Die ersten acht Punkte fielen durch die LIONS, die Gästetrainer Rodrigo Pastore damit bereits nach drei Minuten zwangen, die erste Auszeit zu nehmen. Wiederum drei Minuten später betrug die Karlsruher Führung 12:2. Mit einem starken Teamplay und hochklassigen Aktionen schaffte es das Löwenrudel, sich zur ersten Pause mit 21:12 zu behaupten. Die NINERS gingen nach Wiederanpfiff deutlich aggressiver zu werke und kamen auf 25:24 heran. Die Hausherren hielten dagegen und bauten ihre Führung zur Mitte des zweiten Viertels nochmals auf sechs Punkte aus. Chemnitz verteidigte jedoch nun zunehmend erfolgreich die Karlsruher Spielzüge und in Minute 17 trat schließlich das Erwartete ein, als beim 30:31 erstmals an diesem Abend die Führung wechselte. Der Rückstand sollte auch zur Halbzeit bestand haben, beschränkte sich aber auf 38:40. In Hälfte zwei zogen die NINERS nochmals weiter an und hatten nun mehr vom Spiel als die LIONS. Deren Rückstand wuchs allerdings zunächst nicht weiter als sechs Punkte an und dank einer engagierten Gegenwehr hielten die Gastgeber die Partie beim 56:59 zu Beginn des Schlussabschnitts weiter offen. Es blieb spannend bis zum Schluss, denn zwischenzeitlich stand das Spiel kurz davor, zu kippen. Exakt vier Minuten vor Spielende stellte Filmore Beck per Dreier auf 69:67. Doch die NINERS, nun in echter Bedrängnis, zeigten in der Crunchtime ihre ganze Cleverness und retteten den Sieg.

Orlando Parker, dienstältester Spieler in den Reihen der LIONS, erzielte 15 Punkte. Filmore Beck (12), Brandon Conley und Jeremy Dunbar (je 10) punkteten ebenfalls zweistellig. Mit einer Niederlage gegen Chemnitz hatte man in der Fächerstadt angesichts des bisherigen Saisonverlaufs sowie der Tabellenkonstellation fast gerechnet. Ein Sieg am kommenden Mittwoch ist hingegen viel wichtiger, denn dann geht es für das Team nach Schwenningen. Die dort ansässigen wiha Panthers sind ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf.

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