Vizemeisterschaft und Platz 3 für badische Teams bei den Süddeutschen

2.Platz Karlsruher SC Foto: bfv

Wertheim (bfv). Erstmals richtete der Badische Fußballverband mit dem FC Wertheim-Eichel die Süddeutsche Meisterschaft der Juniorinnen aus. Bei den C-Juniorinnen sicherte sich der badische Vertreter Karlsruher SC den Vizemeistertitel und die Qualifikation für die Deutschen Futsal-Meisterschaften am 14. März in Wuppertal. Die TSG 1899 Hoffenheim landete bei den B-Juniorinnen denkbar knapp auf Platz 3.

Bei der vierten Auflage der Süddeutschen Futsalmeisterschaften für C-Juniorinnen hatte sich erstmals der Karlsruher SC als Badischer Meister qualifiziert. Im Jeder-gegen-Jeden-Modus ging es für sie gegen die Meister der Süddeutschen Fußballverbände.

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Im ersten Spiel hießen die Gegnerinnen Hegauer FV aus Südbaden. Tore von Anastasia Pokrandt und Mathilda Dillmann zum 2:0 sorgten für einen hervorragenden Turnierstart. Gegen den Württembergischen Meister SV Alberweiler geriet der KSC 0:2 in Rückstand, bewies aber Moral und schaffte noch den 2:2-Ausgleich. Die Treffer erzielte Mathilda Dillmann.

Mit einem Sieg im vorletzten Spiel gegen den 1. FFC Frankfurt hätte der KSC seine Chancen auf den Turniersieg gewahrt. Doch die Frankfurterinnen zerstörten diese Hoffnungen: nach rund vier Minuten gingen sie 1:0 in Führung und legten noch zwei Tore nach. Mit dem dritten Sieg (1:0 gegen Greuther Fürth, 6:0 gegen Hegauer FV) und einem Unentschieden (1:1 gegen SV Alberweiler) stand der FFC als Süddeutscher Meister bereits fest.

Doch nicht nur die Siegerinnen qualifizieren sich für die Deutsche Meisterschaft am Samstag, 14. März in Wuppertal, sondern auch die zweiplatzierte Mannschaft. Und das konnten die KSC-Mädels im abschließenden Spiel gegen Greuther Fürth noch schaffen. Die bayerischen Mädels konnten trotz der Niederlage gegen Frankfurt, nach einem 4:0 Sieg über den Hegauer FV und einem 1:1-Unentschieden gegen Alberweiler mit einem Sieg aber auch noch den Sprung auf Platz 2 schaffen. Ein Unentschieden hätte den SV Alberweiler zu den Deutschen Meisterschaften befördert. Die wfv-Mädels hatten auch gegen Frankfurt und Fürth unentschieden gespielt und das letzte Spiel gegen Hegau mit 3:1 gewonnen.  

Spannender hätte es also nicht sein können. Und so verlief auch das Spiel. Unter der lautstarken Anfeuerung beider Fanlager erspielten sich beide Mannschaften Chance. Aber erst rund vier Minuten vor Schluss gelang Mathilda Dillmann der erste Treffer. In einer umkämpften Schlussphase machten die Karlsruherinnen durch Jule Backfisch zehn Sekunden vor Schluss mit dem 2:0 alles klar.

„Das war das Ziel, das wir erreichen wollten“, sagte ein sehr stolzer Trainer Philipp Shahin-Reza. „Wir haben ein super Turnier gespielt, sind gegen Alberweiler nach 0:2 zurückgekommen. Im kleinen Finale am Ende wussten wir, dass wir es schaffen können. Wir werden jetzt zwei Woche hart arbeiten, um Baden bei den Deutschen Meisterschaften bestmöglich zu präsentieren.“

SpVgg Greuther Fürth – Karlsruher SC (92)

Bei der Siegerehrung erhielten die KSC-Mädels von Rouven Ettner, Verbandsjugendleiter des Badischen Fußballverbandes, seinem Süddeutschen Kollegen Florian Weißmann, Daniela Quintana, der Vorsitzenden des bfv-Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball, sowie dem Sportbeauftragten der Stadt Wertheim, Uwe Schlör-Kempf, ebenso wie die platzierten Teams Pokale. Die Süddeutschen Meister vom 1. FFC Frankfurt erhielten außerdem eine Meisterschale. Ettner forderte die zahlreichen Fans zu einem Applaus für alle Teams auf: „Das sind die fünf besten Mannschaften aus Süddeutschland und sie haben uns ein tolles Turnier gezeigt. Herzlichen Glückwunsch dazu!“ Er bedankte sich außerdem ganz herzlich bei den fleißigen Helfern des FC Wertheim-Eichel, die zusammen mit den Mitarbeitern des Badischen Fußballverbandes für einen erfolgreichen Turnierverlauf sorgen.

Das Motto #nichtohnemeineMädels galt auch wieder bei den Unparteiischen: die badischen Schiedsrichterinnen Sonique Pforte, Michelle Hartmann, Kim Kabamba und Fabienne Heger hatten alles bestens im Griff.

Platzierungen:

  1. 1. FFC Frankfurt
  2. Karlsruher SC
  3. SV Alberweiler
  4. Greuther Fürth
  5. Hegauer FV

Ergebnisse:

1. FFC Frankfurt                     :           SpVgg Greuther Fürth            1:0

Karlsruher SC                        :           Hegauer FV                            2:0

SV Alberweiler                        :           1. FFC Frankfurt                    1:1

SpVgg Greuther Fürth            :           Hegauer FV                            4:0

Karlsruher SC                        :           SV Alberweiler                        2:2

Hegauer FV                            :           1. FFC Frankfurt                    0:6

SV Alberweiler                        :           SpVgg Greuther Fürth            1:1

1. FFC Frankfurt                    :           Karlsruher SC                        3:0

Hegauer FV                            :           SV Alberweiler                        1:3

SpVgg Greuther Fürth            :           Karlsruher SC                        0:2                             

3. Platz TSG 1899 Hoffenheim (5) Foto: bfv

Für die Süddeutsche Meisterschaft der B-Juniorinnen hatte sich, wie schon in den vergangenen drei Jahren, die TSG 1899 Hoffenheim als Badischer Meister qualifiziert. Im Wettstreit mit den Futsalmeistern der Süddeutschen Fußballverbände ging es um den SFV-Titel und für beiden besten Teams um die Qualifikation für die Deutsche Futsalmeisterschaft am Sonntag, 15. März in Wuppertal.

Die TSG eröffnete den zweiten Teil des Turniertages mit ihrem Spiel gegen den SC Dortelweil aus Hessen. 3:0 hieß es nach 15 Minuten durch die Torschützinnen Ann-Sophie Braun, Anna Pfister und Constanze Viehmann. Der nächste Gegner war kein geringerer als der FC Bayern München. Zunächst geschah nicht viel, in der zweiten Spielhälfte drehten die Kraichgauerinnen aber auf und gingen 2:0 in Führung (Tore: Antonia Münch und Runa Kreutzer). Kurz vor Schluss gelang dem Bayerischen Meister noch der Anschlusstreffer, das Spiel endete 2:1. Ein gelungener Turnierstart!

TSG 1899 Hoffenheim – SC Dortelweil (6)

Derweil hatte auch der SC Freiburg zwei Siege gegen den SV Alberweiler (1:0) und SC Dortelweil (5:0) eingefahren und ebenfalls Ansprüche auf den Turniersieg deutlich gemacht. Ein Sieg im Spiel der beiden Teams gegeneinander hätte schon entscheidend sein können. In einer umkämpften Partie auf Augenhöhe fielen jedoch keine Tore. Es war weiterhin alles offen.

Als nächstes spielte die TSG gegen den Württembergischen Meister und Titelverteidiger SV Alberweiler. Und es fielen munter Tore: Auf die Führung der TSG durch Linette Hoffmann und Vanessa Diehm folgte zweimal direkt der Gegentreffer zum Ausgleich. Keine zwei Minuten vor Abpfiff drehten die wfv-Mädels das Spiel und gewannen mit 3:2. Der Titel war somit nicht mehr zu erreichen, Platz 2 jedoch noch möglich.

Der SC Freiburg patzte in seinem letzten Spiel und unterlag dem FCB mit 1:2. Es kam also noch auf das letzte Spiel des SV Alberweiler an. Bis drei Sekunden vor Schluss standen die Zeichen auf Sieg, im Spiel und dem Turnier. Doch der SC Dortelweil glich zum 2:2 aus. So waren am Ende die ersten drei Mannschaften punktgleich. Der direkte Vergleich war ausschlaggebend und somit holte sich der SC Freiburg die Meisterschaft vor dem SV Albersweiler. Beide qualifizierten sich damit für die Deutsche Meisterschaft. Die TSG musste sich am Ende denkbar knapp mit Rang 3 zufriedengeben.

Lob gab es vor der Siegerehrung von U17-Nationaltrainerin Friederike Kromp, die sich das „top besetzte Turnier“ nicht entgehen ließ: „Es macht echt Spaß hier zuzuschauen. Das Turnier ist top organisiert, man sieht viele Spiele in kurzer Zeit und die Mädchen bieten einen tolles, temporeiches Futsal.“ Das liege nicht nur an der Hallenfußballvariante, die ein sehr dynamisches Spiel fordert, sondern auch daran, dass hier die besten süddeutschen Talente am Start seien, unter denen auch einige U16- und U17-Nationalspielerinnen sind. „Auch zu sehen, mit viel Spaß und Leidenschaft die Spielerinnen hier kicken, macht mir richtig Freude.“ Der SC Freiburg sei der verdiente Turniersieger, betonte sie, bevor sie zusammen mit Verbandsjugendleiter Rouven Ettner und Daniela Quintana, der Vorsitzenden des bfv-Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball die Pokale für alle Mannschaften und die Meisterschale für den SV Alberweiler überreichte. Ein Dankeschön ging auch hier an die Schiedsrichterinnen Michelle Zurawski, Ines Bechtel, Sarah Fahrer und Annika Guthier.

Platzierungen:

  1. SC Freiburg
  2. SV Alberweiler
  3. TSG 1899 Hoffenheim
  4. FC Bayern München
  5. SC Dortelweil

Ergebnisse:

TSG 1899 Hoffenheim           :           SC Dortelweil                         3:0

SV Alberweiler                        :           SC Freiburg                           0:1

FC Bayern München              :           TSG 1899 Hoffenheim           1:2

SC Dortelweil                         :           SC Freiburg                           0:5

SV Alberweiler                        :           FC Bayern München              1:0

SC Freiburg                           :           TSG 1899 Hoffenheim           0:0

FC Bayern München              :           SC Dortelweil                         3:0

TSG 1899 Hoffenheim           :           SV Alberweiler                        2:3

SC Freiburg                           :           FC Bayern München              1:2

SC Dortelweil                         :           SV Alberweiler                        2:2