BG-Niederlage in Bad Honnef kostet Heimrecht

Karlsruhe (ps). Ein 95:72-Debakel (24:16, 35:22, 24:17, 12:17) in Rhöndorf hat beim letzten Spiel der Hauptrunde alle offenen Fragen beantwortet: Die BG trifft in den Play-Offs auf den Viertplatzierten des Norden. Die BG muss als Tabellenfünfter erst auswärts antreten, wird das Heimspiel in der ersten Runde am Samstag, dem 21.03. um 19 Uhr in der Friedrich-List-Halle austragen. Die Dauerkarteninhaber werden für ihre Treue und Unterstützung belohnt: Die Karten behalten für dieses Play-Off-Spiel ihre Berechtigung. Der offizielle freie Kartenverkauf für das Heimspiel beginnt am Dienstag, dem 10. März. Am Mittwoch, dem 11. März gehen dann die nicht verlängerten Sponsorentickets in den freien Verkauf, so dass man die Möglichkeit hat, sich bessere Tribünenplätze zu sichern.

Die BG präsentierte gegen Rhöndorf folgende Starting Five: Dorsey, Fluellen, Roessler, Brotherson und Lind. Diese Fünf startete mit einem 7:0-Lauf, ehe Tim Schönborn die Rhöndorfer mit dem ersten Dreier in die Partie brachte. Dass die BG nach den ersten fünf Minuten den Vorsprung bei 11:11 komplett abgegeben hatte, war den vielen kleinen Fehlern geschuldet, die man sich in so einer Partie nicht leisten kann: Ein schlampiges Rückspiel von Lind, das die Hausherren zu leichten Punkten nutzten, schlechte Würfe aus der Distanz von Dorsey, die Rhöndorf Ballbesitz und Punkte brachten und Ballverluste im Aufbau. Die Dragons nutzten diese Mängel im BG-Spiel clever und übernahmen die Spielkontrolle. Nach den ersten zehn Minuten lagen die Hausherren mit 24:16 sicher in Front.

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Nach drei Minuten im zweiten Viertel orderte Josipovic seine erste Auszeit. Brotherson hatte mit einem Dreier den zehn-Punkte Vorsprung der Rhöndorfer auf 32:25 reduziert, dann aber foulte Gilchrist Mushidi unter dem Korb. Nach der Auszeit baute Mushidi mit zwei verwandelten Freiwürfen den Vorsprung aus. Kurz darauf sorgte ein weiterer Dreier von Schönborn für das 37:25. Die BG bekam in dieser Phase kein Bein auf den Boden, und als Tim Schönborn die letzte Aktion vor der Halbzeitsirene mit einem Dreier zum 59:38 abschloss, konnten die Dragons sich schon gegenseitig auf dem Parkett beglückwünschen, während die BG mit einem Blick auf das Spiel in Hanau zur Kenntnis nehmen musste, dass man mit einer ganz schwachen Defensive gerade ziemlich sicher das Heimrecht in den Play-Offs aus der Hand gegeben hatte. Die Statistiken wiesen bei den Gästen in allen Wurfquoten lediglich 50% aus, mit sieben Turnover hatte man eine für die BG eher ungewöhnlich hohe Fehlerquote zu verzeichnen und mit Watson, Gilchrist, Lind und Roessler waren gleich vier Spieler mit zwei Fouls belastet. Letzteres ein klarer Hinweis, dass die Rhöndorfer sowohl auf dem Parkett als auch gedanklich schneller unterwegs waren als die Akteure aus Baden.

 

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Im dritten Viertel brachen bei der BG zwischenzeitlich alle Dämme: Wenn die Hausherren punkteten, kam nicht selten kurz danach ein Ballverlust der Gäste und so kam es immer wieder zu kleinen Läufen, bei der die BG zwischenzeitlich mit -30 unter die Räder kam. (83:53). Kenny Fluellen durfte die letzten Punkte vor dem Viertelende von der Freiwurflinie machen und auf 83:55 verkürzen.

Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt bereits verloren und mit den geschaffenen Fakten ließen es die Hausherren etwas gemütlicher angehen, während Nenad Josipovic auch jüngeren Spielern wie Marcel Davis und Andrej Schmid etwas Spielzeit einräumte. Den Endstand stellte Paul Brotherson rund 40 Sekunden vor dem Ende mit einem Freiwurf her. Was am Ende bei den Statistiken ins Auge sprang: Die BG hatte gleich fünf Spieler, die knapp 65 Minuten Spielzeit auf sich vereinigten, in ihren Reihen, die nicht einen einzigen Punkt an diesem Abend markieren konnten.

 

Punkte BG Karlsruhe: Fluellen 25/3, Dorsey 19/1, Brotherson 16/2, Gilchrist 8, Lind 2, Thomany 2, Roessler, Schmitz, Watson, Davis und Schmid ohne Punkte