Mit den Dresden Titans gleich ein Schwergewicht in den Play-Offs erwischt

Karlsruhe (ps).  Die Play-Off-Paarungen stehen und für die BG Karlsruhe geht es am kommenden Sonntag, dem 15. März um 16 Uhr zum Anwurf in die 552 Kilometer entfernte sächsische Landeshauptstadt Dresden, wo in der Margon Arena der Viertplatzierte des Nordens wartet. Die von Thomas Krzywinski gecoachten Dresden Titans haben eine tolle Hauptrunde hingelegt. Bei 14 Siegen und zehn Niederlagen ist man nur denkbar knapp am dritten Tabellenplatz vorbeigeschrammt, den Oldenburg erst in den letzten Minuten beim Auswärtssieg in Stahnsdorf behaupten konnte. Die Sachsen waren mit einem Sieg beim fünf Niederlagen eher schlecht in diese Spielzeit gestartet, stabilisierten sich aber ab November und erlebten einen „goldenen Januar“ mit Siegen in Leipzig und beim Tabellenführer Rostock, sowie zu Hause gegen Braunschweig und Bochum. Heimspiele sind bei den Sachsen eine nahezu sichere Bank: In zwölf Partien behielt man zehnmal die Punkte in Dresden, lediglich Tabellenerster Rostock und Citybasket Recklinghausen konnten aus der Margon-Arena Zählbares mitnehmen.

 

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Krzywinski setzte in der Hauptrunde 15 Spieler ein, von denen drei Akteure Max Jentzsch, Kevin Butler und Damon Smith alle 24 Begegnungen bestritten. Der Karlsruher Fans wohl noch vom MBC bekannte Dresdener Kapitän Philipp Lieser kam immerhin auf 23 Partien, die er im Schnitt mit 11,3 Punkten, 4,5 Assists, 4,4 Rebounds und 1,6 Steals auf der Guard-Position mehr als ordentlich gestaltete. Auch der zweite Deutsche Guard der Titans ist ein alter Bekannter aus ProA-Zeiten: Guy Aud kam aus Chemnitz an die Elbe und legt mit 10,8 Punkten, 4,5 Assists, 3,3 Rebounds und 1,6 Steals sehr ähnliche Werte wie Lieser auf.

Der Frontcourt der Dresdener ist mit dem Tschechen Jaroslav Tyrna ( 13,4 ppg, 7,1 Rebounds per game) und dem 20-jährigen 2,06-Meter großen deutschen Center Max von der Wippel glänzend besetzt. Die Ausländerspots haben beide eingeschlagen: Der aus Dallas eingeflogene Shooting Guard Kevin Butler hat die durch den Abgang von Kapitän Andrew Jones entstandene Lücke erfolgreich gefüllt und der Flügel Damon Smith zeigte in seiner zweiten Spielzeit für die Sachsen, dass man bei zweistelligen Punktzahlen und 5,8 Rebounds pro Spiel auf ihn zählen kann. Das Team selber glänzt durch konsequente Reboundarbeit und aggressive Verteidigung. Im Schnitt ließ Dresden lediglich 73,1 Punkte zu. Den Dresden Titans wurde seitens des Fachmagazins „BIG “ der Titelin der Nord-Staffel zugetraut und mittelfristig der Aufstieg in die ProA. Mit einem Zuschauerschnitt von 1.000 Besuchern liegt Dresden in den Statistiken ganz weit Vorne und man ahnt, welche Erwartungshaltung das Team in die Play-Offs begleitet.

Die BG hat nun bis zum Sonntag Zeit, die Niederlage in Bad Honnef aufzuarbeiten und sich auf den neuen Gegner so einzustellen, dass man nicht noch einmal auswärts sang-und klanglos untergeht. Wenn man die erste Runde der Play-Offs überstehen will, müsste man einmal an der Elbe siegen und gleichzeitig das Heimspiel am 21. März um 19 Uhr in der Friedrich-List-Halle, für das die regulären Dauerkarten weiterhin gelten, für sich entscheiden. Die Play-Offs werden im“Best-of-three“-Modus gespielt,so dass es theoretisch noch ein zweites Spiel an der Elbe geben könnte.