Meldestelle für Covid-19-Fälle in Vereinen

Region (ps). Der Saisonstart 2020/21 steht vor der Tür. Bereits am kommenden Samstag, 8. August, rollt der Ball in den ersten Pokalrunden 2020/21 auf Bezirks- und Verbandsebene. Am 22./23. August starten dann die ersten Meisterschaftswettbewerbe. Aufgrund der Corona-Pandemie wird die Spielzeit 2020/21 keine wie jede andere. Für ein Gelingen seien maximale Flexibilität und Kompromissbereitschaft von allen Beteiligten erforderlich, legte wfv-Geschäftsführer Frank Thumm kürzlich in einer Videokonferenz mit den Bezirksspielleitern dar.

Meldestelle auf Verbandsebene soll Bezirke entlasten

Booking.com

Bei aller Euphorie um behördliche Lockerungen und die Rückkehr auf die Fußballplätze macht die Entwicklung der Fallzahlen in den vergangenen Wochen deutlich: Der Corona-Virus ist noch da und wird uns auch weiterhin beschäftigen. Die Konsequenzen für den Spielbetrieb im Amateurfußball sind nur schwer abzuschätzen. Um gut gewappnet zu sein und bei Covid-19-Fällen in einer Mannschaft schnell und angemessen reagieren zu können, haben wir eine Anlaufstelle für Vereine geschaffen sowie Leitplanken zur Entscheidungshilfe aufgestellt. Dieser Prozess wurde in enger Abstimmung mit dem Badischen (bfv) sowie Südbadischen Fußballverband (sbfv) entwickelt. Mit der Einrichtung einer Meldestelle von Verdachtsfällen sowie bestätigten Fällen von Covid-19 auf Verbandsebene sollen die Bezirksverantwortlichen entlastet und in der Entscheidung über mögliche Spielverlegungen nicht allein gelassen werden.

Vorgehen bei einem Corona-Fall im Verein

1)      Die Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Gesundheitsamt hat oberste Priorität. Den behördlichen Anweisungen ist selbstverständlich Folge zu leisten, in der Regel wird eine Kontaktpersonennachverfolgung angestoßen, die mit großer Sorgfalt auch im Vereinsumfeld durchgeführt werden muss. Der Verein sowie insbesondere Vereinsmitglieder, zu denen Kontakt bestand, sind unverzüglich zu informieren.

2)      Anschließend ist der Verein verpflichtet, den wfv über den Corona-Fall zu informieren. Hierfür ist einerseits ein Online-Meldeformular auf unserer Website vorgesehen, andererseits wurde eine Hotline zur telefonischen Rücksprache eingerichtet. Auch Verdachtsfälle können bzw. müssen gemeldet werden.

3)      Anhand der uns übermittelten Informationen bewertet unsere Task Force die Situation analog der Empfehlungen zum Umgang mit Kontaktpersonen bestätigter COVID-19-Fälle des Robert-Koch-Instituts (RKI). Diese sehen im Wesentlichen eine Kontaktpersonenkategorisierung in Kontaktpersonen der Kategorie I mit engem Kontakt („höheres“ Infektionsrisiko) und Kontaktpersonen der Kategorie II (geringeres Infektionsrisiko) vor. Auf dieser Basis wird dann über das weitere Vorgehen entschieden.

Auswirkungen auf den Trainings- und Spielbetrieb

Resultat der Bewertung unserer Task Force sind konkrete Empfehlungen für den Trainingsbetrieb und ggfls. Konsequenzen für den Spielbetrieb eines Vereins / einer Mannschaft. Thomas Proksch, als Abteilungsleiter Spielbetrieb Teil der Task Force, ist sich der herausfordernden Aufgabe bewusst und bittet die Vereine um Mithilfe: „Vermutlich werden uns Entscheidungen abverlangt, die viel Fingerspitzengefühl erfordern. Die Gesundheit unserer Mitglieder hat in der Bewertung oberste Priorität. Daher bitten wir noch einmal alle Beteiligten, sich an die vorgegebenen Spielregeln zu halten und im Falle von Spielabsagen und -verlegungen flexibel und nachsichtig zu sein.“