PSK-Lions sichern sich Meisterschaft und Aufstieg

image003Karlsruhe (ps).  Gleich mehrfach Grund zum Feiern hatten am Sonntag, 12. April die Basketballer des Post Südstadt Karlsruhe (PSK) in der heimischen Friedrich-List-Halle. Sowohl die Herren I als auch die Damen krönten sich als Sieger in ihrem jeweils vorletzten Saisonspiel zum Meister der Regionalliga Südwest Süd. Die Paarungen am kommenden Wochenende sind nun für die Tabellensituation bedeutungslos. Die Herren I steigen somit direkt in die Regionalliga Südwest auf. Die Damen haben sich mit dem Titelgewinn für die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga qualifiziert.

Mit dem Ertönen der Schlusssirene um 17:15 Uhr wich die Anspannung auch von PSK-Coach und Abteilungsleiter Danijel Ljubic. Trotz der glänzenden Ausgangssituation hatte er seine Schützlinge im Vorfeld eindringlich vor den Kontrahenten im letzten Heimspiel der Saison 2014/2015 gewarnt. Die BG Remseck gilt zu Recht als eine der spielstärksten Mannschaften der Liga und hat sich mehrfach als Favoritenschreck präsentiert. Auch die Lions sollten kein leichtes Spiel mit den Gästen aus dem Schwäbischen haben. In einer lebhaften Anfangsphase konnte der PSK mit vollem Einsatz und schönen Kombinationen begeistern. Doch Remseck hielt dagegen und suchte gezielt und erfolgreich nach Lücken in der Lions-Defense. Mit einem knappen Vorsprung von 28:26 für Karlsruhe ging es in den zweiten Spielabschnitt, der zwar punkt- aber keinesfalls tempoärmer werden sollte. Die Lions verteidigten die Führung, konnten sich aber nicht wirklich absetzen (Halbzeitstand: 44:38). Nach der Pause wurde die Partie kompromissloser und härter. Als die Gäste bis auf zwei Punkte herangekommen waren musste Ljubic eine Auszeit nehmen, um ein Kippen des zunehmend hitzig werdenden Duells zu verhindern. Sekundenbruchteile vor Ablauf der Uhr kam der Ball überraschend zu Dino Erceg, der mit einem tollen Wurf und drei Punkten für einen Stand von 62:56 vor dem Schlussviertel sorgte. Mit viel Einsatz konnte Remseck die Partie noch lange offen halten. Doch die Lions agierten taktisch klug und funktionierten als Einheit. So wurde wenige Minuten vor dem Ende immer deutlicher, dass sich der PSK den Sieg und damit den vorzeitigen Triumph in der Meisterschaft nicht mehr nehmen lassen würde. Unter stehendem Applaus von den Rängen brachen die Spieler angesichts des Endstands von 88:78 in kollektiven Jubel aus und wurden von den Lions-Fans gebührend gefeiert. Dino Jakolis war Topscorer des Tages mit 20 Punkten. Ebenfalls zweistellig punkteten Dino Erceg (16), Deon McDuffie (15), Paul Larsen (15) und Dino Palcic (15).

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Den Auftakt des Spieltags bestritten diesmal die Damen, die bereits um 13:00 Uhr gegen den Tabellendritten SpVgg Möhringen auf dem Feld standen und zu Beginn angesichts eines 7:0-Runs der Gäste auf dem falschen Fuß erwischt wurden. Lions-Coach Jan Gipperich reagierte jedoch umgehend mit einer Umstellung der Verteidigung in deren Folge zahlreiche Ballgewinne zu einer hohen Punktausbeute für die Löwinnen und einer 27:17-Führung nach dem ersten Viertel führten. Bis zum Halbzeitstand von 47:32 konnte Möhringen noch dagegen halten, doch die Lions setzten in der zweiten Spielhälfte konsequent die Vorgaben ihres Trainers um, und hielten das Spieltempo unter Einbindung der gesamten Bankreserve konstant hoch. Bereits bis zur letzten Viertelpause konnte sich der PSK mit 70:38 deutlich absetzen und gewann am Ende souverän mit 90:47 das Spiel und somit die Meisterschaft. Nun folgt Ende April bzw. Anfang Mai mit der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga der absolute Saisonhöhepunkt. Die Spieltermine stehen noch nicht genau fest, der Gegner hingegen schon. Mit der Homburger TG treffen die Lions auf den Titelträger der Regionalliga Südwest Nord, der schwer auszurechnen ist. Gipperich: „Allgemein wird deren Liga als nicht ganz so stark bewertet, aber das lässt sich so nicht auf eine einzelne Mannschaft herunter brechen. Nominell betrachtet verfügt Homburg über mehrere richtig starke Spielerinnen. Daher werden wir die Herausforderung mit Selbstbewusstsein, aber auch mit Respekt angehen.“

Die letzten regulären – aber für die Schlusstabelle unbedeutenden – Saisonspiele bestreiten die Lions am 18. April bei der SG Mannheim (Herren I) bzw. beim TV Konstanz (Damen).