FC-Astoria steigt in die Regionalliga Südwest auf

Walldorf (ps). Zum dritten Mal in Folge schickte FCA Walldorfs Trainer Guido Streichsbier dieselbe Startelf aufs Spielfeld. Gegen den abstiegsbedrohten SV Spielberg begann man sehr vielversprechend. Mit dem ersten Angriff wäre Walldorf beinahe in Führung gegangen, Marcel Hofbauer hatte den vermeintlichen Führungstreffer auf dem Kopf, sein Versuch nach einer Flanke von Benny Hofmann strich jedoch über den Querbalken (3.).

Auf der Gegenseite machten es die Gastgeber besser und gingen mit der ersten Torchance durch einen Kopfballtreffer von Alexander Merkel in Führung (8.). Kurz darauf wäre es um ein Haar noch dicker gekommen für die Walldorfer, ein Kopfball von Spielbergs Marius Schäfer zischte hauchdünn am linken Pfosten vorbei (10.).

In der Folge übernahm Walldorf wieder die Initiative und drängte Spielberg zunehmend in deren Hälfte. Eine gefährliche Kontersituation hatte Spielberg trotzdem, alleine auf weiter Flur vergab Alexander Zimmermann gegen Walldorfs Schlussmann Rick Wulle (22.). Kampfbetont ging es weiter, ein Indiz dafür waren zwei gelbe Karten für FCA-Akteure noch im Laufe der ersten Halbzeit. So blieb es bei der knappen Halbzeitführung für den SVS.

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Unverändert kamen beide Mannschaften zurück aus der Kabine. In der 52. Minute hielt Wulle seine Mannschaft mit einer tollen Rettungstat gegen Schäfer im Spiel. Walldorf suchte nun zielstrebiger den Abschluss, Hofmann prüfte auf Zuspiel von Marcus Meyer SV-Schlussmann Mathias Moritz mit einem strammen Schuss von der Strafraumgrenze (56.). Walldorf erhöhte deutlich die Schlagzahl und belohnte sich wenig später dafür mit dem 1:1-Ausgleichstreffer durch Timo Kern (59.).

Die Gastgeber zeigten sich nachdem Gegentreffer sichtlich angeschlagen, die Partie entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, beiden Mannschaften schien die Punkteteilung zu wenig zu sein. In der 64. Minute vergab Meyer die nächste Walldorfer Tormöglichkeit nach einem feinen Flankenlauf von Hofbauer. SV-Keeper Moritz rückte immer mehr in den Mittelpunkt der Geschehnisse, in der 71. Minute parierte er einen platzierten Kopfball von Stephan Sieger im Anschluss an eine Hofmann-Standard. In der Schlussphase brachte Streichsbier zwei frische Offensivkräfte mit Roberto Pinto (72.) und Jonas Malsam (81.) für den angeschlagenen Max Englert und für Hofbauer. Als beide Mannschaften sich schon auf ein Unentschieden einrichteten, erzielte Pinto mit einem sehenswerten Freistoß aus spitzem Winkel den viel umjubelten Last-Minute-Siegtreffer für die Astorstädter (90.), so die Pressemeldung aus Walldorf.

Der eigene Treffer in aller letzter Sekunde und die 2:3-Niederlage des Aufstiegskonkurrenten FC Nöttingen in der Parallelpartie beim 1.FC Bruchsal sorgte dafür, dass nach dem Schlusspfiff die Freude auf Walldorfer Seite riesengroß war. Mit nunmehr vier Punkten Vorsprung auf den FCN ist dem FC-Astoria Walldorf der Aufstieg in die Regionalliga Südwest nicht mehr zu nehmen! „Wir sind überglücklich es am vorletzten Spieltag geschafft zu haben“ freute sich Streichsbier nach der Partie. Den Schlüssel zum schwererkämpften Sieg beim starken SV Spielberg sah Streichsbier in der konzentrierten Leistung seiner Mannschaft, die konsequent ihrer Linie treu geblieben ist.

Weiter geht’s für den FC-Astoria Walldorf bereits am nächsten Dienstag (20. Mai), dann steigt in Kirrlach das Badische  Krombacher Pokalfinale gegen den FC Nöttingen, Anpfiff ist um 19 Uhr. Der Sieger dieser Partie darf am nationalen DFB-Pokalwettbewerb der Saison 2014/15 teilnehmen. Nach sieben Jahren Oberliga-Zugehörigkeit empfängt man am nächsten Samstag (24. Mai) dann am 34. & letzten Spieltag dieser Saison den 1.FC Bruchsal im FC-Astoria Stadion, Anpfiff ist um 15:30 Uhr.

Tore: 1:0 (8.) Merkel, 1:1 (59.) Kern, 1:2 (90.) Pinto

Aufstellung SV Spielberg: Moritz – Can, Fischer, Hess, Benz – Schröder, Nirmaier, Merkel (86. Weiß), Ulusoy (71. Brunner) – Zimmermann, Schäfer (75. Daum)

Aufstellung FCA Walldorf: Wulle – Hofmann, Kaufmann, Göttlicher, Nyenty – Sieger, Hillenbrand (90. Schön), Kern, Meyer, Englert (72. Englert) – Hofbauer (81. Malsam)