Kostenersatz, Alkohol- und Stadionverbote bei Hochrisikospielen gefordert

IMG_3145Stuttgart (mia/ps). Hochrisikospiele und starke Polizeipräsenz bei Fußballspielen sind immer wieder auch beim Karlsruher SC aufgrund der Einschätzung der Sicherheitslage für das KSC-Spiel, an der Tagesordnung.

Diese Einsätze könnten den KSC nun finanziell belasten. Denn der Rechnungshof Baden-Württemberg hat in seiner heute veröffentlichten Denkschrift 2015 eine Empfehlung zur Kostenübernahme für die Polizeieinsätze herausgegeben.

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„Polizeieinsätze bei Großveranstaltungen verursachen teils hohe Kosten. Auch kommerzielle Veranstalter werden nicht an den Kosten beteiligt, selbst wenn sie hohe Einnahmen erzielen. Beim Fußball sind die Kosten mit Abstand am höchsten. Grund dafür sind gewalttätige Zwischenfälle, deren Häufigkeit und Intensität zugenommen hat“, erklärt der Rechnungshof.

Allein in der Saison 2012/2013 ergeben sich unter Berücksichtigung der Einsatzzeiten unmittelbare Kosten von 13,8 Millionen. Euro für die Einsätze der Landespolizei bei Fußballspielen. 90 Prozent davon entfielen auf die Erste, Zweite und Dritte Bundesliga.

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Stadionverbote, Alkoholverbote bei Hochrisikospielen

„Der Rechnungshof empfiehlt, eine Gebührenregelung zu schaffen, die es dem Land ermöglicht, kommerzielle Veranstalter zumindest teilweise zur Erstattung von Polizeieinsatzkosten heranzuziehen. Darüber hinaus sollte das Innenministerium auf die konsequente Umsetzung von Stadionverboten, Alkoholverboten bei Hochrisikospielen und eine die Interessen der Polizei berücksichtigende Spielplangestaltung hinwirken.“