KSC-Frauen nehmen drei Punkte aus Rüsselsheim mit – „Mit 100 Prozent Wille“

Melissa Zweigner-Genzer
Melissa Zweigner-Genzer hier gegen Frankfurt

Karlsruhe (mia). Dieser Sonntag hatte KSC-Trainer Romina Konrad einige Nerven und sicher auch ein paar graue Härchen gekostet. Denn ihre Regionalliga-Frauen des Karlsruher SC hatten beim SC Rüsselsheim zahlreiche Chancen liegen gelassen und am Ende dann Lastminute das Tor zum 1:0-Sieg gemacht.

„Ich hatte den Mädels gesagt, an so Tagen, wo du kein Glück hast und die vielen guten Situationen nicht machst, da musst du den Ball mit Gewalt über die Linie drücken und so war es am Ende auch.“ Melissa Zweigner-Genzer (88.) hatte nach einem Eckball des KSC den Ball mit „100 Prozent Wille“, über die Linie gedrückt und dem KSC die drei Punkte gebracht. „Das war wichtig und verdient“, so KSC-Trainerin Konrad.

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Rüsselsheim hatte seine Sache gut gemacht und mit einer Fünferkette agiert. In den engen Räumen hatten es die KSC-Frauen lange Zeit nicht geschafft, bis ins letzte Drittel so zu spielen, dass Torchancen kreiert wurden.

Durch Noelle Maier kam der KSC jedoch nach Freistößen zu 100-prozentigen. Jedoch die Latte sowie der Pfosten verhinderten das KSC-Führungstor. Auch im Anschluss hatten die Karlsruherinnen weitere Möglichkeiten, die sie nicht nutzen konnten. Dagegen kam Rüsselsheim gegen die dominierenden KSClerinnen durch Konter zu einer 100-prozentigen Chance. „Da hatten wir Glück“, so Konrad.

Die KSC-Trainerin freut sich, dass die drei Punkte mit im KSC-Bus waren. Denn gleich drei 16-Jährige hatte Konrad in der Elf – teils von Beginn an. Dass da noch nicht alles so eingespielt sein kann, ist klar.

„Wenn wir wo hinfahren heißt es der große KSC kommt. Wir haben uns die letzten Jahre einen Ruf gemacht als spielstarke Mannschaft. Jetzt haben wir einen Umbruch, und diesen Umbruch gehen wir und da kriegen junge Spielerinnen immer wieder die Chance“, erklärt sie. Dass dann die drei Punkte auch mal Nerven kosten, nimmt sie gerne in Kauf.