Erneut keine Punkte für die Knielinger – Werling-Sieben nur in zweiter Spielhälfte oberligatauglich

Tim Kusterer (Foto: Andreas Arndt)
Tim Kusterer (Foto: Andreas Arndt)

Karlsruhe (tvk). Auch im ersten Auswärtsspiel gelang dem TV Knielingen kein Punktgewinn. Dem TSB Schwäbisch Gmünd konnten die Gäste aus der Fächerstadt nur nach der Pause wirklich Paroli bieten. Am Ende unterlag man mit 25:32 (10:20) klar.

Der TV Knielingen hatte sich eigentlich nach der Auftaktniederlage für das erste Auswärtsspiel in Schwäbisch Gmünd einiges vorgenommen. Dann war aber die erste Spielhälfte ein Spiegelbild der letzten 15 Spielminuten des Konstanz-Spiels. „In der Abwehr ging wieder nichts und den Start ins Spiel haben wir total verpennt.“, kritisiert TVK-Trainer Jochen Werling und ergänzt: „Nach 10 Minuten hatten wir schon 10 Gegentore bekommen und es sah bei vier eigenen Toren zu diesem Zeitpunkt schon nach einer Katastrophe aus.“

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Jochen Werling stellte in der Folge die Abwehrformation auf 3:2:1 um. Danach lief es vor dem eigenen Tor deutlich besser. Nach dem 9:15 hatten die Knielinger bei vier Angriffen die Möglichkeit an den Gegner heranzurücken. Technische Fehler und fahrlässig vergebene Torchancen verhinderten dies allerdings. Bis zur Halbzeitpause setzten dann wieder die Gastgeber die Akzente. Kurz vor der Halbzeitpause lagen die Männer im gelben Auswärtsdress bereits mit elf Toren hinten (9:20). Die mitgereisten Anhänger mussten zu diesem Zeitpunkt befürchten, dass ihr Team komplett aus der Halle geschossen werden würde. Zur Pause hatten die Knielinger nur zehn Tore erzielt, aber 20 Gegentreffer hinnehmen müssen. Das Spiel war da schon entschieden. Nur noch die Höhe der Niederlage sorgte für Diskussionen auf der Tribüne.

Seine Pausenansprache nutzte Jochen Werling dazu, an Ehre und Charakter zu appellieren. „Da gab es nur die Alternativen, dass wir das Spiel in erträglichem Rahmen halten oder ganz aus der Halle raus geschossen werden.“ Die Knielinger Abwehr agierte nun viel aggressiver und der TSB musste richtig für seine Torchancen arbeiten. Die TVK-Defensive eroberte nun auch wieder Bälle für das eigene Konterspiel. Allerdings vergab man bei mehreren Gegenstößen die Möglichkeiten. „Da gab es eine Phase in der auf beiden Seiten nur wenige Tore gefallen sind. Wenn wir hier unsere Chancen besser verwerten, kommen wir nochmal ins Spiel zurück und bringen den Gegner nochmal in Schwierigkeiten.“, erklärt Jochen Werling. Dennoch verkürzten die Knielinger den Abstand kontinuierlich und beim 24:28 war man immerhin zwischenzeitlich auf vier Treffer Abstand herangekommen.

Jochen Werling bilanziert nach dem ersten Auswärtsspiel der Knielinger: „Das war ein Spiegelbild der letzten Woche. Da hatten wir die letzten 15 Minuten einen Blackout. Nun war es am Anfang des Spiels. Wenn wir das abgestellt bekommen und vorne die Hälfte der vergebenen freien Bälle verwandeln, wäre es wahrscheinlich ein offenes Spiel in Schwäbisch Gmünd geworden. Aber auch in der Abwehr darf uns das auf dem Niveau nicht passieren. Wieder haben wir über 30 Tore kassiert. Das ist in der Oberliga tödlich. Wenn wir die krassen Ausreißer nach unten nicht abgestellt bekommen, wird es sehr schwer in der Liga zu bestehen. Nach meinem dafürhalten sind wir von den anderen Oberliga-Mannschaften gar nicht so weit weg. Wenn wir die Aussetzer aus unserem Spiel rauszunehmen und unsere Chancen besser nutzen, können wir ein Spiel bis zum Schluss offen halten. Ich hoffe, dass uns das bereits am Samstag zuhause gegen Weinsberg gelingt.“

TV Knielingen: Pascal Fuchs (Tor), Lukas Zanki (Tor), Benny Borrmann (5), Mehmet Süngü (4), Jochen Werling, Dennis Estedt (6/4), Tim Kusterer, Luis Werner, Kornej Tjart (1), Jochen Rabsch (6), Lukas Metzger, Till Eißler (1), Louis Hohler (2), Yann Majunke.