KSC-Verteidiger Gordon: „Wir dürfen uns nicht zerfleischen“

KSC 014Karlsruhe (mia). Am Samstagabend waren die Profis des Karlsruher SC im Pokalspiel gegen den Oberligisten SSV Reutlingen mit einer herben Niederlage mit einer „schlechten Einstellung“ und „katastrophalen Leistung“, so KSC-Präsident Ingo Wellenreuther ausgeschieden.

„Es ist schwer das ganze in Worte zu fassen“, so KSC-Verteidiger Daniel Gordon, der in der 52. Minute, nach einer Tätlichkeit mit Rot vom Platz geflogen war, nachdem er dem Reutlinger Schachtschneider auf die Wade getreten war. „Das war keine Absicht“, erklärte Gordon, der einräumt „das sieht wirklich sehr unglücklich aus, ich habe es nochmal im Fernsehen gesehen. Es ist vertretbar, aber eine Absicht war nicht dahinter.“

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„In einer Millisekunde muss man sich entscheiden. Ich wollte zum Ball, um ihn zum Einwurf zu nehmen und trete dann drauf. Ich wollte drüber, merke aber, dass ich auf ihm stehe, ziehe zurück.“

Nicht zerfleischen

Über das Ausscheiden im Pokal sei die Mannschaft sehr enttäuscht. „Das ist nicht unser Anspruch. Ich glaube, dass an dem Tag viel zusammen gekommen ist, was nicht normal ist. Wichtig ist, dass wir uns nicht zerfleischen und nicht nur negative Gedanken haben. Wir müssen noch näher zusammen rücken.“

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„Zum Glück“ komme mit dem Ligaspiel beim FSV Frankfurt am Freitagabend „eine neue Chance“ für den KSC. „Die wollen wir wahrnehmen. Es geht wieder bei Null los. Wir müssen wieder auf unsere Basis zurückkommen, das gute Verteidigen, was uns in den letzten Jahren immer so stark gemacht hat. Dann kriegen wir auch unsere Torchancen. Wir müssen konzentriert zusammenarbeiten, dann ist in Frankfurt etwas möglich.“

32 Spieltage liegen vor dem KSC

Wichtig sei in der aktuellen Situation, „die Nerven zu behalten und nach vorne zu schauen“. Man analysiere die Fehler kritisch, so Gordon. „Wir sind selbstkritisch genug und wissen, dass das nicht gereicht hat.“ Man müsse nun die „vielen positiven Sachen“ nicht vergessen, „die wir in den letzten Jahren gut gemacht haben“. Auf die gelte es zurück zu greifen.

Man wolle aber auch „die Kirche im Dorf lassen“. „Wir haben zwei Spieltage gehabt und das Pokalspiel, das mehr als Sch… gelaufen ist. Aber wir haben noch 32 Spieltage Zeit, um uns da herauszuholen. Ich glaube sehr daran, dass wir Freitag das zeigen werden.“

„Das war keine Absicht, er versucht dazwischen zu kommen, es sieht doof aus, aber eine Tätlichkeit?“, so KSC-Coach Markus Kauczinski. Der Verein würde keine Sanktionen folgen lassen, da das Foul „keine Absicht war“.

„Unser eigenes Unvermögen“

Viele Faktoren kamen für KSC-Coach Kauczinski zusammen. „Da kommt eines zum anderen. Am Anfang war es Unvermögen von uns, dass das Spiel nicht in die richtige Richtung geht. Dann kommen unglückliche und harte Dinge gegen uns, Fehlentscheidungen waren auch dabei. Wir haben am Anfang sehr unsicher gewirkt und ein paar Abspielfehler drin gehabt, die den Gegner stark gemacht haben. Dann fiel relativ schnell der Elfer. Das Tor von Dimi, das pfeift nicht jeder Schiri.“ Insgesamt hatte der KSC immer wieder leichte Fehler gemacht und spielte schnell zu zehnt.

„Dann spürte man Verunsicherung. Die zweite Halbzeit fand ich mit acht Leuten kämpferisch, da haben wir das beste daraus gemacht. Wir hatten eine Chance und machten das Tor durch Jimmy und eines das nicht zählt. Bei Reutlingen wurde milde gepfiffen, bei uns die harte Linie gefahren.“

Den Beginn der Niederlage sei aber das eigene Unvermögen gewesen. Hinzu kamen Schiedsrichterentscheidungen.