„Schicksalsgemeinschaft KSC“ – Nächster Schritt neues Stadion

Karlsruhe (mia). Am 6. Juni 1894 wurde der Grundstein für den Karlsruher SC gelegt. Vor 120 Jahren gründeten Fußballbegeisterte der Karlsruher Turngemeinde den Karlsruher FC Phönix, woraus später im Zusammenschluss des Phönix mit dem VfB Mühlburg der KSC entstand. Am Samstagvormittag feierte der KSC dieses 120. Jubiläum bei einem Festakt, zu dem auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach eine Geburtstagsrede hielt.

Unter dem Motto „120 Jahre – kämpfen, leiden, siegen“ und  „Mehr als nur ein Verein“ waren neben geladenen Gästen alte Helden des KSC wie auch die aktuelle Mannschaft ins Konzerthaus gekommen und ließen die Erfolge, aber auch die schmerzhaften Erlebnisse Revue passieren. „Wir haben gemeinsam gute und schlechte Zeiten erlebt“, so KSC-Präsident Ingo Wellenreuther über die „Schicksalsgemeinschaft KSC“. „Der KSC hat Spuren in der deutschen Fußballgeschichte hinterlassen.“ Aber nicht nur in der Fußballgeschichte, auch die fünf anderen Abteilungen des Karlsruher Sport-Club haben, wie zum Beispiel den Leichtathlet Heinz Fütterer große und unvergessene Erfolge gefeiert.

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Für ein erstklassiges Stadion

„Alle in Verantwortung beim KSC haben an die Zukunft gedacht“, so Wellenreuther. Heute sei der wichtigste Schritt in die Zukunft ein neues Fußballstadion. Mit dieser Meinung war der KSC-Präsident nicht allein. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bestätigte, dass der KSC „für ihn an erster Stelle in Karlsruhe“ stehe. Schließlich bewege nichts so sehr wie Fußball. „Der KSC hat genauso ein erstklassiges Stadion verdient, wie alle anderen.“

Ziel des DFB sei es, die EM 2024 nach Deutschland zu holen. „Stand heute haben Sie keine Chance ein Standort zu sein mit Karlsruhe, aber…“ richtete Niersbach den Blick auf Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup. „Treffen sie die richtigen Entscheidungen“, plädiert Niersbach für den Stadionneubau.

Der KSC sei ein wichtiger Imageträger, bestätigte auch Mentrup.Gemeinsam werde man die Verhandlungen um ein neues Stadion zu einem guten Abschluss bringen. Denn eines eine alle Parteien: Gibt es keine Entscheidung, „haben wir eine Immobilienleiche im Wildpark und der KSC keine Grundlage für Profifußball“. „Das schweißt zusammen.“ Mentrup spreche sich erneut klar für einen Neubau aus.