Gequos feiern 97:89-Heimerfolg gegen Tabellenführer Schwenningen

Gequos - Schwenningen Credit: KIT SC GEQUOS/Denny Möller
Gequos – Schwenningen
Credit: KIT SC GEQUOS/Denny Möller

Karlsruhe (ps). Die KIT SC GEQUOS setzen ihren Weg nach oben in der Basketball-Regionalliga Südwest weiter fort. Gegen den bisherigen Tabellenführer wiha Panthers Schwenningen gewannen die Karlsruher vor 590 begeisterten Zuschauern in einer intensiven und teils hochklassigen Begegnung mit 97:89 (44:46). „Wir haben das Spiel im Kopf für uns entschieden“, sagt GEQUOS-Headcoach Jaivon Harris. „Wir haben den Start vollkommen verschlafen. Aber wir sind ruhig geblieben, haben uns auf unsere Stärken besonnen und unseren Mitspielern vertraut.“ Damit haben die GEQUOS die Chance, am nächsten Wochenende im Stadtderby zum neuen Tabellenführer PSK Lions aufzuschließen, so die Pressemeldung des KIT SC.

Im ersten Viertel deutete zunächst nichts auf einen Heimerfolg der GEQUOS hin. Die Panthers kamen wacher aufs Feld, bestimmten das Tempo und waren ihren Gegenspielern immer einen Schritt voraus. Zug zum Korb, schnelles Passspiel für freie Dreier, Offensivrebounds – die GEQUOS ließen zunächst all das zu, wovor Harris gewarnt hatte. Schwenningen führte nach zweieinhalb Minuten mit 9:0, nach vier Minuten stand es 15:2 für die Gäste. Erst dann kam die Karlsruher Angriffsmaschine langsam ins Laufen. Mit einem wichtigen Dreier verkürzte Fabian Ristau Mitte des Viertels auf 9:19. Vor allem aber blieben die GEQUOS ihrer Linie treu, suchten immer wieder den Weg zum Korb und waren nur durch Fouls zu stoppen. Elf von zwölf Freiwürfen (Spielende: 23/24) fanden ihr Ziel – mehr als die Hälfte der GEQUOS-Punkte im ersten Abschnitt kam von der Linie. So stand es nach zehn Minuten 20:28 für die Panthers.

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Im zweiten Viertel entwickelte sich der erwartet knappe Schlagabtausch zweier Spitzenteams – allerdings rannten die GEQUOS dem Rückstand aus dem ersten Viertel hinterher. Als die Gäste nach einem Dreier von Aufbauspieler Jaka Zagorc wieder auf elf Punkte davonzogen (35:24, 15.), schlug die Stunde von Go-To-Guy Luka Drezga. Er beantwortete den Distanztreffer postwendend und traf nach dem nächsten Dreier von Julius Zurna ebenfalls für drei Punkte. Die GEQUOS arbeiteten sich mühevoll Punkt für Punkt an Schwenningen heran, doch die starke Gäste-Offensive fand immer wieder einen Weg. Zwei Minuten vor der Pause lagen die Karlsruher mit 37:46 zurück. Erst in der Schlussphase nutzten die GEQUOS die Unbeherrschtheit der Gäste: Nach einem Foul beim Dreier an Alex Rüeck kassierte Zagorc ein technisches Foul, kurz danach bestraften die Unparteiischen auch Miklos Fekete wegen Meckerns. Rüeck behielt die Nerven, verwandelte alle fünf Freiwürfe und brachte sein Team auf 42:46 heran. Simon Schmitz legte noch vor der Pausensirene zum 44:46 nach.

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Ganz anders als in Halbzeit eins kamen die GEQUOS konzentriert und hellwach aus der Kabine. Sie drückten aufs Tempo, suchten immer wieder den besser postierten Mitspieler und ließen den Panthers kaum noch Raum. Mit einem Dreier krönte Franjo Bubalo den 18:1-Lauf, mit dem die GEQUOS halbzeitübergreifend die Kontrolle übernommen hatten. Die Panthers fanden nun kaum noch Räume am Karlsruher Korb und suchten immer wieder den Erfolg aus der Distanz. Mit fünf Punkten verkürzte der immer stärker aufspielende Edin Alispahic für die Gäste auf 52:55 und machte den GEQUOS klar, dass die Partie längst noch nicht entschieden ist. Doch die Hausherren blieben ruhig, suchten Denis Vrsaljko oder Elnis Prasovic am Korb und bauten ihren Vorsprung so bis auf 67:56 aus. Vor allem dank Alispahic kamen die Panthers bis Viertelende auf 63:68 heran, mussten aber im Schlussabschnitt auf Zagorc verzichten, der sein fünftes Foul begangen hatte.

Das letzte Viertel war in Sachen Spannung lange Zeit nicht zu überbieten. Bis in die Schlussminute gelang es keinem Team, zwei Körbe in Folge zu erzielen. Und wieder war es über weite Strecken Alispahic, der Schwenningen fast im Alleingang im Spiel hielt und am Ende auf 35 Zähler kam. Die GEQUOS ließen den Ball mit fortschreitender Spielzeit immer besser laufen, suchten und fanden freie Mitspieler und erarbeiteten sich hochprozentige Würfe. Unterstützt von den knapp 600 lautstarken Fans verteidigten die Gastgeber ihren knappen Vorsprung bis in die letzten Minuten. Beim Stand von 86:84 für die GEQUOS war es Alex Rüeck, der mit einem wichtigen Dreier für den entscheidenden Knacks in der Moral der Gäste sorgte. Drezga legte wenig später zwei Zähler nach und nach einem Steal sorgte Bubalo mit den Punkten zum 93:84 für die Entscheidung. Nach 40 hart umkämpften Minuten setzten sich die GEQUOS schließlich mit 97:89 durch.

„Die Jungs haben diesen Sieg wirklich verdient“, sagt GEQUOS-Headcoach Harris. „Wir haben erst gestern darüber gesprochen, wie wichtig es ist, ruhig zu bleiben, richtig zu reagieren und sich gegenseitig zu vertrauen. Ich habe ihnen gesagt, dass wir uns auf das konzentrieren müssen, was wir beeinflussen können – und das ist eben nur unser eigenes Spiel. Das haben sie heute in vielen Phasen toll umgesetzt.“

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Durch den Erfolg rücken die GEQUOS in der Tabelle auf Rang drei vor – zwei Verlustpunkte hinter Tabellenführer PSK Lions und nach Niederlagen gleichauf mit Schwenningen. Die Ausgangslage vor dem ersten Stadtderby gegen die Lions am nächsten Sonntag könnte also spannender kaum sein. Los geht’s in der Halle der Friedrich-List-Schule um 17.30 Uhr.

Punkte GEQUOS: Vrsaljko 25, Drezga 20, Bubalo 18, Rüeck 17, Prasovic 12, Ristau 3, Schmitz 2