Enttäuschende Vorstellung im Spitzenspiel

Karlsruhe (ps). Auf der Suche nach den Gründen einer Niederlage wird man im Basketball in den nackten Zahlen oft nicht fündig. Nach der Partie der KIT SC GEQUOS bei Spitzenreiter PSK Lions ist das ein wenig anders: 21 Ballverluste der GEQUOS münzten die Lions in 34 Punkte um, 21 zugelassene Offensivrebounds in 17 Zähler. Unterm Strich steuerten die beiden Kategorien mehr als die Hälfte der Lions-Punkte bei – umso ärgerlicher, da es genau diese beiden Kategorien waren, vor denen GEQUOS-Headcoach Jaivon Harris bereits vor dem Spiel eindringlich gewarnt hatte. „Sie haben absolut verdient gewonnen, sie waren einfach besser. Wir haben nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, sagt Harris. Nach 40 Minuten mussten sich die GEQUOS mit 63:97 (27:47) geschlagen geben und haben damit die Chance verpasst, zu Spitzenreiter PSK aufzuschließen, so die Meldung der KIT SC Gequos.

 

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Nach einem nervösen Start auf beiden Seiten übernahmen die Gastgeber schnell das Kommando. Die GEQUOS leisteten sich mehrere Ballverluste, die die Lions dankbar in einfache Punkte ummünzten. Dazu fanden Branimir Mikulic und vor allem Michael Baumer schnell ihren Wurf von der Dreierlinie. Nach knapp fünf Minuten führten die Lions bereits mit 13:2. Erst dann gewöhnten sich die GEQUOS langsam an die aggressive Verteidigung der Hausherren – Denis Vrsaljko und Luka Drezga hielten die Gäste bis zum Ende des Viertels halbwegs im Spiel. Beim Stand von 22:13 für die Lions waren die ersten zehn Minuten beendet.

 

Auch im zweiten Abschnitt begannen die Gastgeber wacher, legten durch Matthias Hurst und Dino Jakolis zum 26:13 nach. Waren es im ersten Viertel noch vor allem Punkte im Schnellangriff und von der Dreierlinie, kamen die Lions nun auch in Korbnähe zu Punkten – meist nach Offensivrebounds. Durch einen wilden Korbleger und einen Dreier von Baumer war der Rückstand der GEQUOS nach nicht einmal 15 Minuten auf 20:37 gewachsen. Die Gäste taten sich besonders am Korb sehr schwer, suchten aber immer wieder den Weg zum Brett und zogen Fouls. Doch auch an der Freiwurflinie ließen sie allein in Halbzeit eins sechs Punkte liegen. Bis zur Halbzeitpause bauten die Hausherren ihren Vorsprung auf 47:27 aus.

 

Mit deutlich mehr Schwung in der Offensive kamen die GEQUOS aus der Kabine. Auf Punkte von Vrsaljko und zweimal Drezga hatte aber jeweils Palcic die richtige Antwort parat und sorgte mit sieben Zählern in eineinhalb Minuten dafür, dass der Vorsprung der Lions konstant blieb. Die GEQUOS zeigten sich im dritten Viertel bissiger in ihren Angriffsbemühungen, leisteten sich weniger Ballverluste. Die verbesserte Defensivarbeit machten sich die Gäste aber mehrfach selbst zunichte, indem sie den Lions Punkte im zweiten oder dritten Versuch gestatteten. So kamen die GEQUOS bis kurz vor Ende des Viertels lediglich auf 44:60 heran. Zwei Offensivrebounds von Martinis Woody später war der alte Abstand gut eine Minute vor Viertelende wieder hergestellt. Und die Gastgeber legten durch Palcic, Deon McDuffie und Max Roser nach: Vor dem letzten Viertel stand es 46:71 aus Sicht der GEQUOS.

 

Die Geschichte des Schlussviertels ist schließlich schnell erzählt: Die GEQUOS steckten nicht auf, suchten immer wieder den Weg zum Korb und zogen zahlreiche Fouls – bis drei Minuten vor Ende konnten sie den Rückstand dennoch nur auf 62:85 verkürzen. Nachdem beide Trainer in den Schlussminuten ihren zweiten Anzug aufs Feld geschickt hatten, stellten die Lions den 97:63-Endstand her.

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„Das war heute nicht unser Tag und nicht unser wahres Gesicht. Wir wissen, dass wir besseren Basketball spielen können und wir werden den auch wieder spielen. Nach so einer bitteren Niederlage kommt es darauf an, wie man zurückkommt. Das müssen wir nächsten Samstag gegen Stuttgart beweisen“, sagt GEQUOS-Headcoach Jaivon Harris. Durch die Niederlage sind die GEQUOS auf Rang vier zurückgefallen, bleiben aber weiter in Schlagdistanz zum Spitzentrio. Während die Karlsruher am Samstag um 19 Uhr den MTV Stuttgart empfangen, treffen die PSK Lions in Schwenningen auf den Zweiten wiha Panthers.

 

 

Punkte GEQUOS: Drezga 17, Vrsaljko 16, Bubalo 12, Prasovic 9, Schmitz 4, Ristau 2, Seebode 2, Rüeck 1