KSC-Stimmen: „Das Glas ist halb voll“

KSC Enrico ValentiniKarlsruhe (mia). Am Ende hieß es: KSC, ein Punkt! Zum dritten Mal in Folge musste sich Zweitligist Karlsruher SC im dritten Saison-Punktspiel gegen 1860 München mit nur einem Punkt zufrieden geben.

Drei Punkte nach drei Spieltagen sind das Fazit des KSC vor der Länderspielpause. „Das ist ein weniger guter Start. Aber das Glas ist halb voll, wir haben noch nicht verloren. Aber sicher ist, dass uns Unentschieden auf Dauer nicht weiter hilft. Wir müssen noch arbeiten. Es funktioniert noch nicht alles, kann auch nicht. Wir sind auf einem guten Weg“, so KSC-Kapitän Dirk Orlishausen.

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„Beide Mannschaften haben sich sehr gut aufeinander eingestellt. Es waren wenig Chancen auf beiden Seiten. Es war eine Partie, die über Qualität und Willen entschieden wird. Der Knackpunkt bei uns war die Gelb-Rote Karte und wenn man 30 Minuten bei diese Hitze in Unterzahl spielt, das ist spürbar. Im Großen und Ganzen kann man von einem Erfolg sprechen, dass wir die Null gehalten haben, aber man hat schon gemerkt, wenn unser schnellster Läufer fehlt (Torres)“, erklärt der KSC-Kapitän, der hofft, dass wenn das Erfolgserlebnis da sei, sich der „ein oder andere Knoten“ löse.

Schneid abgekauft

„Zu viel“, so KSC-Profi Enrico Valentini über die drei Unentschieden. „Wir müssen schauen, dass wir in die Siegesspur kommen. Aber es war heute das schwierigste Spiel von allen. 60 wollte noch weniger als im Pokalspiel mit der Kugel zutun haben, dann noch die Gelb-Rote Karte. Wir müssen dranbleiben und die Chancen, die wir haben eiskalt nutzen. Wir sagen es seit zwei Jahren… Irgendwann belohnen wir uns und mit dem Selbstvertrauen kommt dann der Rest.“ Die Teams hatten sich aufeinander eingestellt und sich gegenseitig „den Schneid abgekauft“. „Die zündende Idee hat gefehlt. Hinten haben wir es besser hinbekommen, nun müssen wir es vorne besser hinbekommen“, so Valentini.

Geduldig bleiben!

„Ich denke man konnte sehen, dass der Gegner gut darauf eingestellt war, dass er kompakter stehen will und das Zepter nicht in die Hand nehmen will“, so KSC-Coach Tomas Oral. „Trotzdem haben wir mit den zwei Wechseln im Mittelfeld versucht, dem Gegner nicht zu viel Räume zu geben. Fakt ist, dass wir versuchen, die Spiele zu gewinnen und dominant auftreten. Uns gelingt das in vielen Phasen recht gut, in vielen Phasen hat die Mannschaft dann auch Situationen wo sie nicht konsequent gegen den Ball arbeitet. Aufgrund der Gelb-Roten Karte war es dann unheimlich schwierig. Ich finde es nicht in Ordnung, wenn ein oder zwei Mal im Jahr so ein Wetter ist, dass wir dann um ein Uhr mittags Fußball spielen müssen“, so der KSC-Coach über die Hitzeschlacht bei rund 40 Grad.

„Wir wollen den Fans etwas bieten und leidenschaftlichen und temporeichen Fußball sehen. Das ist bei den Bedingungen unheimlich schwierig. Und leider Gottes ist da nicht der Fußball die Priorität sondern was anderes, dass man nicht flexibel ist. Leider ist es uns nicht geglückt in der 92. Minute den Luckypunch zu machen. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir hatten wieder mehr Chancen als der Gegner. Wenn wir geduldig bleiben und nicht nervös werden, wird das irgendwann auch mal belohnt.“

„Sind auf einem guten Weg“

Dass der Saisonstart nicht optimal ist, sei klar. „Wenn man weiß welche Umstände wir hatten, welchen Umbruch. Eckpfeiler haben wir sehr spät bekommen. Mit Rene Vollath und Bjarne Thoelke sind zwei Eckpfeiler ausgefallen, wir haben mit Grischa Prömel den einzigen Zweitligaspieler für die U21 Nationalmannschaft abgestellt. Wir hatten Probleme mit den Flügelspielern in der Vorbereitung, all das spielt in der Vorbereitung eine Rolle. Aber nichtsdestotrotz gab es neun Punkte zu vergeben. Aber wenn man ehrlich ist hätte man auch mit leeren Händen dastehen können. Wir müssen mit der Situation zufrieden sein. Wir sind dabei etwas zu entwickeln. Wir sind auf einem guten Weg.“

„Es war sehr heiß heute. beide Teams sind bis an die Grenze gegangen. Wir waren von Beginn an darauf bedacht, die Kompaktheit zu halten. Denn wenn Karlsruhe Räume hat, sie die gut bespielen. Sicherlich muss man die ein oder andere Situation besser ausspielen, dann gab es leichte Ballverluste. Den Punkt nehmen wir mit“, so Kosta Runjaic, Coach 1860.

Letzte Konsequenz fehlt

Thomas Eichin (Manager 1860): Bei diesen Temperaturen macht man weniger, aber das ist ein Trugschluss. Es waren ganz schwierige Bedingungen. Dafür haben beide Mannschaften gut gearbeitet. Ich bin froh mit dem Punkt. Manchmal gibt es eben Tage, wo du die vorne nicht rein kriegst. Wir waren gut im Spiel und hatten es gut im Griff. Normalerweise musst du das Spiel gewinnen mit einem Mann mehr. Uns fehlt noch über außen die letzte Konsequenz im Strafraum.“