PSK holt mit dezimiertem Kader wichtige Punkte

HandballKarlsruhe (ps). Mit einem sehr dezimierten Kader von nur acht Feldspielern musste die erste Mannschaft des PSK bei der Drittvertretung der TS Durlach antreten. Gegen die noch ungeschlagenen und mit vielen erfahrenen Spielern gespickten Hausherren wollte man aber dennoch Vollgas geben und die nächsten Punkte einfahren (TS Durlach 3 – PSK, 24 : 28 (12 : 16)).

Der Start verlief jedoch überhaupt nicht nach Plan: Mit ungewohntem Spielgerät, reichlich Anfangsnervosität und den daraus resultierenden Ballverlusten kam der PSK einfach nicht so recht in die Partie an. Durlach hingegen nutzte seine Chancen routiniert und konnte deshalb folgerichtig immer wieder vorlegen (2:1, 4:3, 5:4). Erst nach einer Umstellung in der Deckung bekamen die PSK’ler die Angreifer des Gegners zunehmend besser in den Griff. Diese Steigerung in der Defensive ermöglichte dann auch einige Konterchancen. So konnte der PSK nach knapp 16 gespielten Minuten mit dem 7:8 durch Stefan Reither erstmals in Führung gehen und im weiteren Verlauf verteidigen. Unzufrieden zeigte sich Coach Thiergärtner aber immer noch mit einer an diesem Tag zu behäbigen und leisen Abwehr, die dem routinierten Linksaußen der Gastgeber entschieden zu viele Freiräume gewährte. Da Durlach über ihn wieder auf zwei Tore herankam, bat der PSK-Trainer vor der Pause noch einmal zum Gespräch. In den verbliebenden zwei Minuten konnte man schließlich durch zwei Treffer in Folge einen etwas deutlicheren Vorsprung mit in die Halbzeit nehmen (12:16).

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Entschieden – da war man sich auf Seiten des PSK einig – war das Spiel aber noch keineswegs. Zwar starteten die Gäste in Person von Armbrust nun mit einem eigenen Treffer und damit einer Fünf-Tore-Führung in den zweiten Durchgang. Doch nach wie vor zogen sich leichte Fehler in Angriff und Abwehr wie ein roter Faden durch die Partie. In der 40. Minute hatte die Turnerschaft plötzlich wieder ausgeglichen und das Nervenspiel begann von neuem. Nerven sind dann auch das entscheidende Stichwort für die Schlussphase. Diese behielten die PSK-Spieler auch in brenzligen Situationen, nutzten die Überzahlsituationen nun konsequent und ließen sich auch von einer offensiven Abwehr nicht mehr aus dem Konzept bringen. So gewann man am Ende mit 24:28 Toren.

Die Erleichterung nach der nervenaufreibenden Begegnung war nach Abpfiff doch deutlich in allen Gesichtern abzulesen. Auch wenn man an diesem Tag nicht die beste Leistung zeigte, konnte sich das stark geschwächte Team zusammen durchsetzen und mit viel Kampf die Punkte sichern. Nun haben die PSK-Spieler zwei Wochen Zeit, sich zu erholen und auf die nächste Aufgabe vorzubereiten. Dann steht am Sonntag, 23.10. das Topspiel bei der HSG Li-Ho-Li 2 an. Spielbeginn in der Realsporthalle Linkenheim ist um 17:30 Uhr.

Es spielten: Stoll, Oertel (beide Tor), Reither (10), Armbrust (8/4), Herr (4), Dzierzawski (3), Poggel (2), V. Riekert (1), L. Riekert und Kiefer.