Gequos-Sieg trotz stotterndem Offensivmotor

Karlsruhe (ps). Nicht schön, aber erfolgreich sind die KIT SC Gequos am Samstag in die neue Spielzeit der Basketball-Regionalliga gestartet. Durch eine katastrophale Wurfquote aus dem Feld machten es sich die Karlsruher beim TBB Trier II lange Zeit selbst schwer, setzten sich aber nach 40 hart umkämpften Minuten mit 65:59 (38:32) durch. Angeführt von Last-Minute-Neuzugang Franjo Bubalo offenbarten die Gequos vor allem in der Offensive viel Luft nach oben – mehr als die Hälfte ihrer Punkte erzielten sie von der Freiwurflinie. Was bleibt sind für Headcoach Alexandar Scepanovic und seine Mannen trotzdem zwei wichtige Punkte zum Auftakt.

Schon vor der Partie hatte sich abgezeichnet, dass die Gequos über den Kampf ihren Rhythmus finden müssen. Mit Elnis Prasovic, Alex Rüeck und Aufbauspieler Moritz Nägele gingen gleich drei Leistungsträger angeschlagen ins Spiel. Zudem war kaum Zeit, Neuzugang Bubalo zu integrieren.

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Die Anfangsphase gehörte prompt den Gastgebern, die sich angeführt von Routinier Kilian Dietz eine 8:4-Führung erarbeiteten. Erst gegen Ende des Viertels trugen die Offensivbemühungen der Gäste langsam aber sicher Früchte. Durch die aggressive Arbeit am Brett erarbeiteten sich die Gequos immer wieder Freiwurfgelegenheiten. Zwei erfolgreiche Freiwürfe von Bubalo brachten für die Karlsruher 18 Sekunden vor dem Ende der ersten zehn Minuten mit 15:14 erstmals die Führung. Schon im ersten Abschnitt markierten die Karlsruher elf ihrer 16 Zähler von der Linie.

Im zweiten Abschnitt behielten die Gequos die Kontrolle über die Partie, bestimmten vor allem defensiv das Geschehen. Die eigenen Angriffsbemühungen blieben aber weiter weitgehend glücklos. Einen Acht-Punkte-Vorsprung der Gäste egalisierten die Trierer Mitte des Viertels binnen weniger Angriffe und zwangen Scepanovic zu einer Auszeit. Wieder dauerte es bis zum Ende des Abschnitts ehe sich die Gequos vor allem von der Freiwurflinie ein paar Vorteile erkämpfen und ihren 38:32-Halbzeitvorsprung herauswarfen.

Fürs dritte Viertel hatten sich die Karlsruher viel vorgenommen – bekamen aber den Sand nicht aus dem Offensivgetriebe. Mehr als fünf Minuten dauerte es, bis die Gequos ihre ersten Zähler in Halbzeit zwei markieren konnten. Ihrer stabilen Defensivleistung hatten sie es wieder einmal zu verdanken, dass die Gastgeber trotzdem nur auf 37:38 herangekommen waren. Viel Kampf und Krampf auch im zweiten Teil des dritten Viertels: Die Karlsruher verteidigten erfolgreich ihren knappen Vorsprung. Von der erhofften Vorentscheidung waren sie beim Zwischenstand von 49:46 nach 30 Minuten aber weit entfernt.

Der Schlussabschnitt entwickelte sich schnell zur Zitterpartie. Doch so schwer sich die Karlsruher mit ihren Würfen aus dem Feld taten, an der Freiwurflinie hatten sie ein ruhiges Händchen. Drei Minuten vor Schluss lagen die Gäste nur hauchdünn mit 58:57 in Front – dann brachten sie den Auswärtserfolg durch gute Defensivaktionen und sechs Zähler von Neuzugang Bubalo in trockene Tücher. 28 Sekunden vor dem Ende war beim Zwischenstand von 64:57 die Entscheidung gefallen – nach 40 Spielminuten stand es 65:59.

Manager Zoran Seatovic stellte nach dem Holper-Saisonstart die positiven Seiten in den Vordergrund: „Wir sind mit großen Problemen in das Spiel gegangen, aber haben Moral bewiesen und mit einer sehr hohen Intensität gespielt. Natürlich hatten wir heute in der Offensive viele Baustellen, aber was zählt, sind die zwei Punkte.“

Gut eine Woche haben die GEQUOS nun Zeit, um die Verletzungen auszukurieren und Neuzugang Bubalo weiter ins Team zu integrieren. Am kommenden Samstag, 4. Oktober, werden die Karlsruher dann eine gewaltige Schippe drauflegen müssen. Mit dem MTV Stuttgart empfangen die GEQUOS um 19 Uhr einen Dauerrivalen der vergangenen Jahre in der Fächerstadt – und dann wird eine Trefferquote von nicht einmal 24 Prozent ziemlich sicher nicht zum Sieg reichen.

Punkte GEQUOS: Bubalo 24 / 10 Reb, Nägele 13, Rüeck 8, Hurst 8 / 9 Reb, Zenkel 4, Prasovic 3, Josic 2, Rothenberg 2, Seebode 1