ASV: Gelingt erstmals ein Doppelpack?

ASV Grünwettersbach Coach Achim Krä­mer
ASV Grünwettersbach Coach Achim Krä­mer

Karlsruhe (ps). Noch nie ist es dem ASV in seiner nunmehr fast zweijährigen TTBL-Zugehörigkeit gelungen, in einer Saison ein Team zweimal zu schlagen oder zwei Siege in Folge zu landen. Am Sonntag in Thüringen besteht nun die Chance dies zu ändern, denn in der Vorrunde gelang gegen die Postler ein eindrucksvoller 3:1-Sieg und auch das letzte Spiel gegen den TTC Zugbrücke Grenzau konnte klar gewonnen werden (So. 29.01., 15 Uhr: Post SV Mühlhausen – ASV Grünwettersbach).

Allerdings ist das Spiel an der Unstrut alles andere als ein Selbstläufer, denn die Postler spielen eine prima Saison und werden zu Hause von ihrem begeisterungsfähigen Publikum getragen. Hauptverantwortlich für das so erfolgreiche Abschneiden des Post SV – der sich im Übrigen auch für das Final Four qualifizieren konnte – zeichnet sich Neuzugang Daniel Habesohn. Der Österreicher erspielte bislang eine vorzügliche 11:8 Bilanz und avancierte damit sofort zum Leistungsträger in seinem neuen Team, das durch Ovidiu Ionescu, Lars Hielscher und Bohumil Vozicky komplettiert wird.

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Der ASV kann nach dem Kantersieg über Schlusslicht Grenzau die Reise gen Osten mit breiter Brust antreten. Masataka Morizono spielte zuletzt in überragender Form und war auch in der Vorrunde, als er sowohl Daniel Habesohn als auch Ovidiu Ionescu bezwingen konnte, der Matchwinner. Auch bei Alvaro Robles zeigt die Leistungskurve klar nach oben. Nachdem er zuvor schon mehrmals nach gutem Spiel im Schlussspurt gescheitert war, gelang ihm gegen Kou Lei endlich der Befreiungsschlag. Schließlich demonstrierte Sam Walker gegen Liang Qiu Siegeswille und Kampfgeist, während Dang Qiu nach seinen überzeugenden Auftritten auf einen erneuten Einsatz brennt.

Gelingt dem ASV ein Sieg in Mühlhausen, kann er mit den Gastgebern gleichziehen. Ob dieses Unterfangen gelingt, wird wohl von der aktuellen Tagesform abhängen. Zudem darf sich das junge ASV-Quartett nicht von der teilweise hitzigen Atmosphäre am Kristanplatz beeindrucken lassen und muss sein Potential abrufen.

 

Baden-Württemberg-Derby verspricht Spannung

 Sa. 28.01., 18 Uhr: ASV Grünwettersbach 2 – NSU Neckarsulm

Zum Baden-Württemberg-Derby empfängt die ASV-Reserve am Samstag die NSU Neckarsulm. Die Gäste aus dem Unterland setzen in dieser Saison vermehrt auf die Jugend. So stehen mit Neuzugang Jens Schabacker, Julian Mohr und Alexander Gerhold gleich drei junge, ehrgeizige Akteure im Team und lediglich der unverwüstliche Routinier Josef Braun hebt den Altersdurchschnitt beträchtlich. Bislang ist das Konzept der NSU durchaus aufgegangen, denn mit 14:8 Punkten stehen die Schwaben zwei Zähler und einen Tabellenplatz vor dem ASV.

Nach dem Sieg gegen Leiselheim will der ASV nun nachlegen. Jan Zibrat zeigte sich zuletzt in starker Verfassung und ist in der Rückrunde weiter ungeschlagen. Florian Bluhm, der im letzten Jahr seinen Baden-Württembergischen Einzeltitel an Julian Mohr verlor, möchte sich dafür in heimischer Halle revanchieren. Stark schwankend waren in diesem Jahr die Leistungen von Marlon Spieß, der allerdings an einem guten Tag fast jeden Gegner schlagen kann. Ob schließlich der zuletzt erkrankte Routinier Geir Erlandsen sein Rückrundendebüt geben wird oder erneut Daniel Ringleb zum Einsatz kommen wird bleibt abzuwarten.

Auf jeden Fall kann mit einem spannenden und hochkarätigen Derby gerechnet werden und wie in der Vorrunde, als sich die Kontrahenten mit 5:5 trennten, darf mit einem knappen Resultat gerechnet werden.