KSC-Coach analysiert „schonungslos, deutlich und krass“

Karlsruhe (mia). „Wir wollen Tacheles reden“, erklärte KSC-Coach Mirko Slomka nach dem Spiel gegen Union Berlin auch den Profis des Karlsruher SC in der einstündigen Spielanalyse.

„Die Nachbereitung war relativ schonungslos, auch sehr deutlich und sehr krass“, erklärt der KSC-Coach die Videoanalyse mit den Profis.

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Auch wenn er „eine persönliche Ansprache von Spielern, wo es eine klare Zuordnung gab“ nicht mag, musste er dennoch die „eindeutigen Fehlerketten“ ansprechen. „Wir wollen nicht drum herum reden“, so der KSC-Coach.

Mit den passenden Bildern und Analysen gehe die Mannschaft nun gut vorbereitet in die nächsten Trainingseinheiten.

Die Reaktion der Spieler auf die „schonungslose Videoanalyse ist gut gewesen, sie sind bereit, nehmen das an sind kritikfähig. Das ist ja auch nicht jedermanns Sache, so eine persönliche Attacke zu erfahren und die zu verarbeiten“, erklärt Slomka.

Der KSC-Coach vermeide „persönliche Angriffe“ und bespreche solches in Einzelgesprächen, aber „da ging es darum, dass wir als Mannschaft im Spiel reagieren müssen“. „Wenn der eine das nicht sieht, muss der andere ihn darauf hinweisen. Der persönliche Fehler darf nicht passieren. aber die anderen sind angewiesen darauf hinzuweisen“, fordert der KSC-Coach. Dies sei auch eine Stärke eines Teams, wenn man von innen heraus zur „Konzentration aufruft“, dann dürfe man auch forsche Worte nutzen.

Auf wen man sich verlassen kann und auf wen nicht

Der KSC habe einen Punkt verdient gehabt. Denn neben Fehlern und Dingen, die ihm nicht gefallen hatten, hatte er auch Positives gesehen. „Das ist Abstiegskampf: zu kämpfen, zu laufen, viel zu tun, und trotzdem keinen Punkt zu bekommen.“

Das gehöre dazu und eben das müsse die Truppe wegstecken. „Wir brauchen jetzt auf der einen Seite eine fußballerisch gefestigte Mannschaft auf der anderen Seite eine stressresistente Truppe.“ Diese versuche man auszuloten und zu finden und die Fehler auszumerzen.

Das Trainerteam wirke beharrlich auf die Mannschaft ein, so Slomka. „Deshalb denke ich, dass wir von Spiel zu Spiel besser werden und die nötigen Punkte holen, um wenigstens mal 15. zu bleiben.“

Das KSC-Trainerteam habe „einen guten Einblick in die Mannschaft“ und wisse „auf wen wir uns verlassen können und auf wen nicht und auch wissen wir, wer auch besondere Momente kreieren kann, was im Training vielleicht gar nicht so auftaucht“.