Ein Abend zum vergessen: HSG ohne Rückraum chancenlos!

Quelle: HSG Walzbachtal

Karlsruhe (ps).  Mit 18:29 (11:13) unterlagen die Handballer der HSG Walzbachtal zu Hause dem TV Eppelheim.

Zu Beginn der Partie sah es auch zunächst noch nach einem spannenden und kurzweiligen Abend aus: Die Begegnung begann kampfbetont, aber ausgeglichen, wobei sich beide Teams anfangs schwer taten klare Torchancen zu generieren (3:3, 9.Min.). Nach dieser Phase erkämpften sich zunächst die Gäste leichte Vorteile und gingen mit 4:6 in Führung (17.Min.). 4 Tore in 17.Minuten – das konnte Atalay Öztürk nicht länger tatenlos mit anschauen und bestellte seine Männer zur Auszeit ein. Das erboste Geschrei vom HSG-Coach schien den Nerv der Truppe getroffen zu haben, denn nach der Auszeit übernahm sie mehr und mehr das Kommando und konnte kurz vor der Pause sogar in Führung gehen (10:9, 27.Min.). Konzentrierte Defensivarbeit und zielstrebiges Umschaltspiel waren die Basis des Aufschwungs, der allerdings schnell wieder vorüber war: In den letzten Minuten vor der Pause agierten die Hausherren fahrig und kopflos und verspielten so die gute Ausgangssituation.

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Mit einem 11:13-Rückstand ging es schließlich in die Kabine. Nach Wiederanpfiff keimte erneut das zarte Pflänzchen der Hoffnung bei den HSG-Anhängern, denn die Mannschaft ihrer Gunst hatte sich erneut gefangen und spielte nun wieder auf Augenhöhe mit dem TVE (15:15, 37.Min.). Doch bereits wenige Minuten später war die Hoffnung erstorben. Das Spiel der Gastgeber erlitt einen jähen Bruch. Schon die komplette Partie über schaffte es die HSG fast gar nicht Gefahr aus dem Rückraum zu entwickeln. In der 39.Minute konnte Marcel Kaupa mit einem schönen Unterarmwurf zum 16:17 eine letzte Duftmarke setzen, bevor es endgültig um die Offensive der HSG geschehen war. Entweder scheiterte man am (zugegeben bärenstarken) TVE-Schlussmann Kriechbaum, oder man vertändelte anderweitig die Kugel.

Eppelheim wurde immer souveräner und kaufte den nun verunsicherten Gastgebern den Schneid völlig ab. Die letzten 21 Spielminuten entschieden die Gäste mit 2:12 für sich und konnten so die Partie natürlich klar und verdient gewinnen. HSG-Coach Öztürk analysierte nach dem Schlusspfiff ernüchtert: „Mit 3 Toren aus dem Rückraum kannst du kein Spiel gewinnen. Wenn wir darüber hinaus klare Vorgaben einfach nicht umsetzen, dann verlierst du solche Spiele eben!“ Kommenden Sonntag gastiert die HSG beim Schlusslicht Ispringen und hat hier die Chance den Negativtrend zu stoppen! Anpfiff in der Schulsporthalle ist um 17.00Uhr.

Tore für die HSG: M.Reichert (4), M.Kaupa (3), R.Lang (3), F.Goppelsröder (2/2), M.Weiß (2), S.Kinsch (2), C.Schäfer (1), T.Lindörfer (1)