KSC ist fassungslos: „Es ist beschissen gelaufen“

Karlsruhe (mia). Der Abstieg des Karlsruher SC naht. So war KSC-Verteidiger Benedikt Gimber nach Abpfiff der Heimniederlage gegen den FC Heidenheim den Tränen nahe. „Nach so einem Spiel ist es schwer, Worte zu finden. Wir sind die spielbestimmende Mannschaft und kriegen den Ball nicht ins Tor. Wir schauen nicht auf die Tabelle. Wir schauen von Spiel zu Spiel und wollen in jedem Spiel gewinnen und dann sehen wir wo wir am Ende stehen.“

Gimber erklärte, dass der KSC immer wieder gefährlich geworden sei, aber „der Ball wollte nicht ins Tor“.

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Fabian Reese:  „Wir haben vieles in die Waagschale geworfen und unseren Plan umgesetzt. Wir haben uns super Chancen heraus gespielt, aber nicht das letzte Quäntchen Glück. Wir haben den letzten Ball nicht mit hundertprozentigem Willen reingemacht. Wir haben einmal Latte getroffen, ein mal Pfosten und dann kriegen wir ein sehr unglückliches Tor in der Phase, wo wir eigentlich das Tor machen mussten. Dann ist das doppelt bitter natürlich.“

Ob es eine durch den nahenden Abstieg verängstigte KSC-Mannschaft war, will Reese nicht gelten lassen: „Ich würde nicht sagen, dass es mangelndes Selbstvertrauen ist. Natürlich treffen wir manchmal unglückliche Entscheidungen. Trotzdem gibt es einem Hoffnung und wir haben gezeigt, dass wir guten Fußball spielen können. Wir hätten uns belohnen müssen. Ich hätte mich riesig gefreut für Mugi (Mugosa) und für mich und für den ganzen Verein (wenn der Ball reingegangen wäre) aber keiner macht das absichtlich. Aber das ist symptomatisch. Wir müssen weitermachen und alles weiter geben.

Kein La Paloma!

Dennis Kempe: „Es ist beschissen gelaufen. Ich bin sprachlos. Du investiert einfach richtig viel, aber du kriegst die Scheiß-Bälle nicht über die Linie. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Auf der Gegenseite bekommen wir so ein Tor. Ich glaube wenn man das Positive sehen kann, dass die Mannschaft nicht aufgegeben hat und im System sehr gut nach vorne attackiert hat und den Gegner früh angegriffen hat. Wir hätten als Sieger vom Platz gehen müssen. Davon kannst Du dir aber nichts kaufen. Wir müssen weitermachen. Ich bin weit davon weg zu sagen, jetzt machen wir hier ein bisschen La Paloma und kein Zug ist mehr drin. Das sind wir uns selbst schuldig und wir müssen Profi genug sein und an den Ehrgeiz appellieren, das Ding vernünftig durchzuziehen und versuchen, so viele Spiele zu gewinnen wie möglich. Was rauskommt muss man sehen.“

Marc-Patrick Meister (KSC-Coach): „Ich glaube, dass unser Rucksack sehr sehr voll ist, noch einen Tick voller als der  Rucksack der Mannschaft, die jetzt acht Spiele hintereinander verloren hat. Das sind alles junge Kerle, die da draußen für ihre Sache gerade stehen. Ich kann ihnen nur sagen, dass die Mannschaft lebt, die Jungs wollen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das heute jeder gesehen hat im Stadion. Es ist relativ still in der Kabine. ich kann sehr sehr viel anfangen mit unserem Auftritt heute bis auf die Tatsache, dass wir nicht genetzt haben.  Es war eine Spielanlage zu sehen. Wir haben gekämpft für einander. Heidenheim war effektiver. Unterm Strich verlieren wir das Spiel.“