KSC verliert torreich gegen Dresden

Karlsruhe (mia). Das letzte Saisonheimspiel des Karlsruher SC sollte gegen Dynamo Dresden einen positiven Heimabschluss vor „seltsamer Kulisse“ für den KSC bringen. Nur 5972 Fans durften ins Stadion und sahen die 3:4 (1:3)-Niederlage des deutlich schwächeren KSC.

Für das Geisterspiel hatte KSC-Coach Marc-Patrick Meister auf Gaetan Krebs für Franck Kom gesetzt.

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Matthias Bader, der den KSC verlassen wird, war bereits zur Nationalmannschaft abgereist, Erwin Hoffer, stand ebenfalls nicht im Kader.

Hatte man bisher die Dresdner singen gehört, jubelten in der siebten Minute die KSC-Anhänger. Dennis Kempe brachte den Ball perfekt in den lauf zu Oskar Zawada (7.), der zum 1:0 für die Badener einschob.

Dann ging es Schlag auf Schlag. Schiedsrichter Christian Dietz entschied nach Foul von David Kinsombi gegen Stefan Kutschke auf Elfmeter für Dresden. Schütze Hilßner aber schoss zu schwach und Dirk Orlishausen klärte zur Ecke. Diese war fatal für den KSC. Die Karlsruher klärten schlecht, Jannik Müller nutzte seine Chance und köpfte zum Ausgleich ins Tor von Orlishausen.

Chancenreiches Spiel

Im Gegenzug kam die Möglichkeit für die Badener. Marcel Mehlem brachte den Ball vors Tor, wo Mugosa vorbeiflog. Ein munteres Spiel hatte sich entwickelt. Dann wurde es hektisch, Kutschke und Gimber gingen beide zum Ball, prallten mit den Köpfen zusammen, beide schienen ohnmächtig – die Sanitäter kamen auf den Platz und trugen sie vom Platz. Wieder bei Bewusstsein wurden beide in ein Krankenhaus transportiert.

Meister musste wechseln Valentini kam. Dann kam allerdings auch die Chance für Dresden. Martin Stoll passte zu Orlishausen zurück, der Rückpass aber missglückte. Erich Berko konnte diesen Unfall nicht nutzen und auch Philip Heise schaffte es nicht, den Ball über die Linie zu bringen. Glück für den KSC. Kurz darauf war es Yann Rolim, der vor Berkos Schuss auf der Linie rettete.

Nächster Elfer und Alleingang Gogias

Nach 34 Minuten pfiff Schiedsrichter Dietz erneut. Berko war mit dem Ball alleine auf Orlishausen zugelaufen und fiel über die Hände des KSC-Schlussmanns. Schiedsrichter Dietz entschied auf Strafstoß, wenn auch eine Berührung fragwürdig war. Akakia Gogia (34.) trat zum Elfmeter an und traf. 2:1 für Dresden. Dann wurde die Hintermannschaft des KSC vorgeführt. Gogia lief alleine aufs KSC-Tor zu, Dennis Kempe hatte keine Chance ihn zu stoppen, Gogia schoss das 3:1. Der KLassenunterschied des schwachen KSC war deutlich.

Die Karlsruher standen nun ordentlich unter Druck. So kam Fabian Müller in der 45. Minute zu seiner nächsten Chance, verfehlte aber seine Kollegen. So ging die Partie mit der 3:1-Führung für die Dresdner in die Halbzeitpause, während ihre Anhänger, die nicht nur vor dem Spiel einen Getränkestand geplündert und angegriffen hatten, sondern auch Getränkeverkäufer während des Spiels angegriffen hatten, auf dem Trockenen saßen.

Aus der Pause kamen die Karlsruher munter heraus und kämpften sich vors gegnerische Tor. Rolim (54.) aber scheiterte am Gäste-Keeper. So auch Lumpi Lambertz, der nach Hereingabe von Heise direkt an Orlishausen scheiterte.

Nach vorne gelang den Karlsruhern zu wenig. Zu ungenau agierten Sie. Als Severin Buchta in den Strafraum flankte, rutschte Zawada vorbei. Auch Kempes (70.) Flanke fand keinen Abnehmer. Die Partie war deutlich verflacht.

Nun kam auch noch Valentino Vujinovic zu seine Profidebüt. Jannik Müller jedoch war es, der den Ball im Tor unterbrachte. Nach Freistoß, kam er frei an den Ball und traf. Nach Ecke des KSC traf Zawada (89.) noch zum 2:4 für den KSC, an der bitteren Niederlage änderte dies aber nichts. In der 90. leistete sich Müller ein handspiel und der KSC erhielt einen weiteren Elfer, den Krebs zum 3:4 verwandelte.

KSC: Orlishausen, Kempe, Gimber (21. Valentini), Kinsombi, Stoll, Buchta, Marcel Mehlem (46. Prömel), Krebs, Rolim, Reese (78. Vujinovic), Zawada.