Fünf Rheinbrüder starten bei der Junioren & U23 Weltmeisterschaften

Großes Rheinbrüder Team bei Nachwuchs-Weltmeisterschaften v.l. Dirk Bechtold (Physiotherapeut), Ralf Straub (Bundestrainer), Sarah Brüßler, Katinka Hofmann, Carola Schmidt (alle Kajak), Detlef Hofmann (Chefbundestrainer Nachwuchs); vordere Reihe: Sophie Koch und Sophie Speck (beide Canadier)Aufgenommen im Trainingslager an der Olympia-Regattastrecke in München
Quelle privat

Karlsruhe (ps). Die Junioren und U23 Weltmeisterschaften im Kanu-Rennsport werden in diesem Jahr im rumänischen Pitesti vom 27. bis 30. Juli ausgetragen. Das 37 Athleten umfassende deutsche Nationalteam wird von fünf Athletinnen der Rheinbrüder Karlsruhe unterstützt. In der Juniorenklasse wird die amtierende Junioren-Vize-Weltmeisterin, Katinka Hofmann, erneut um Meriten im Viererkajak mit Lisa Oehl, Jule Hake und Marie Thielemann kämpfen.

In diesem Jahr bekommt die 18-Jährige Abiturientin des Otto-Hahn-Gymnasium zudem noch die Chance sich im
Zweierkajak gemeinsam mit Jule Hake über die 500 Meter mit der international hochkarätigen Konkurrenz zu messen. „Beide Boote laufen eigentlich sehr gut, welche Platzierung am Ende raus kommt werden wir sehen. Ich möchte einfach, dass wir in den Finale 100% unseres Leistungsvermögens abrufen können. Welcher Platz dies dann am Ende ergibt, liegt nicht nur in unserer Hand sondern ist entscheidend wie stark die Gegnerinnen sind“, so Katinka vor der Abreise nach Pitesti. Gut vorbereitet fühlt sie sich in jedem Fall.

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Ähnlich gut lief die Vorbereitung, wenn auch durch gesundheitliche Probleme im Vorfeld etwas angeschlagen, bei der Canadierfahrerin Sophie Speck, die im Junioren-Einercanadier über 200 Meter, sowie im Zweiercanadier über 200 und 500 Meter mit Celina Sandau (Leipzig) die deutschen Farben in Rumänien vertreten wird. Ihre Ziele beschreibt die ebenfalls frisch gebackene Schulabsolventin mit dem Erreichen des Finals im Einerkajak und für die Zweierentscheidungen nimmt sie sich gemeinsam mit ihrer Zweierpartnerin Celina Sandau das erreichen der ersten fünf Plätze vor.

Gleich drei Vertreterinnen haben die Rheinbrüder im U23-Team. Bei Sophie Koch ihres Zeichens ebenfalls Canadierfahrerin wächst so langsam die Vorfreude. Gleichzeitig steigt aber auch die Aufregung vor ihren beiden Starts im Canadiereiner über ihre geliebte Sprintdistanz, die 200 Meter,
aber auch vor dem Wettkampf über die 500 Meter. Die 19-Jährige geht die Rennen mit Etappenzielen an: „Erst einmal möchte ich in beiden Wettkämpfen ins Finale. Wenn ich das geschafft habe, nehme ich mir einen Platz unter den ersten Sechs vor.“

Ein bisschen mehr erhofft sich Kajakfahrerin Sarah Brüßler von ihren zwei U23-WM-Einsätzen. Bei ihrer WM-Premiere wird sie im Zweierkajak mit der Magdeburgerin Nina Krankemann antreten. Ihren zweiten Einsatz hat die 23 jährige Psychologie Studentin im olympischen Viererkajak, wiederum zusammen mit Krankemann sowie Jasmin Fritz (Magdeburg) und Caroline Arft (Essen). Beide Titel gingen in den vergangenen Jahren an die deutsche Crew, die damals wie heute der Karlsruher Bundestrainer Ralf Straub betreut. Das Rheinbrüder Aufgebot komplettiert die Bundespolizei-Anwärterin Carola Schmidt. Nach ihren starken Vorstellungen bei der Qualifikation im Einerkajak über 1.000 Meter im Frühjahr, entschieden sich die Verantwortlichen des Deutschen Kanu-Verbands (DKV) für die talentierte Karlsruherin. Bei ihr wird es in erster Linie darum gehen, weitere internationale Wettkampferfahrungen zu sammeln und der DKV verspricht sich mit ihrem Einsatz im Ländervergleich sich bestmöglich präsentieren zu können.

Der Chefbundestrainer Nachwuchs und Karlsruhes einziger Kanu-Olympiasieger, Detlef Hofmann, hat die Mannschaft im Trainingslager in München genau beobachtet und sieht das gesamte Team aber insbesondere auch die Kanutinnen aus dem Rheinhafen bestens vorbereitet. „Wir freuen uns alle auf die Weltmeisterschaften und sind langsam froh, wenn es los geht! Man merkt es den Athleten von Tag zu Tag an, dass sie nun unbedingt loslegen wollen.“ Zu Prognosen lässt sich Hofmann nicht gerne hinreisen, „die ein oder andere Medaille wollen wir und dem ein oder anderen Boot trauen wir auch den Titel zu aber letztendlich sind wir zufrieden, wenn die Athletinnen und Athleten im entscheidenden Rennen ihr Bestes gegeben haben.“