KSC: Unschön und dreckig? Hauptsache ein Sieg!

Karlsruhe (mia). Toni Fink streckte sich in die Höhe und ging auf die Zehenspitzen. Doch so ganz reichte auch das nicht, als der 1,71 Meter große KSC-Stürmer den Ball in die Höhe hob, damit sein 26 Zentimeter größerer Sturmpartner beim Karlsruher SC, Dominik Stroh-Engel einen Kopfball simulieren konnte.

Auch wenn die Szene des Sturmduos im KSC-Training witzig aussah, so nahmen Trainer und Spieler das Abschlusstraining des Karlsruher Drittligisten vor dem Spiel gegen die Sportfreunde Lotte sehr ernst.

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Ein Dreier soll zum Heimauftakt von KSC-Coach Alois Schwartz (Samstag, 14 Uhr) her.

Schwartz stellte seine Mannschaft elf gegen elf auf, und erklärte dann Laufwege, Stellungsspiel, Verschieben und gab weitere Taktik-Anweisungen. „Tempo reinbringen! Verlagern! Nicht 100-Meter Bälle-spielen“, fordert er von seinen KSC-Profis. 

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Für den Heimsieg müsse man von der ersten Sekunde an hellwach sein, weiß KSC-Innenverteidiger David Pisot. Als erstes müsse der KSC stabil stehen und dann die Chancen, die sich nach vorne ergeben machen.

„Gerade Zuhause wollen wir nach vorne spielen, aber ohne zu vergessen, dass die Defensive hinten gut steht. Vorne ein Tor machen und das Ding verteidigen“, gibt er das Ziel vor.

Schönspielen ist nicht angesagt, sondern siegen

Dass man keine Mannschaft der Dritten Liga unterschätzen darf, wisse man in Karlsruhe. Lotte habe sehr gute Spieler. „Da müssen wir konzentriert sein, weil jede Unachtsamkeit bestraft wird. In unserer Situation können wir es uns gar nicht leisten, nicht 100 Prozent da zu sein. Wir müssen von der ersten Sekunde an wach sein.“

Dass man das in Neckarelz nicht ganz war, zeigte sich im schnellen Gegentor nach vier Minuten. „Wir hatten einen Ballverlust im Mittelfeld und wurden mit einem Pass ausgespielt. Der schließt schnell ab. Das darf nicht passieren, aber wir haben reagiert. Es war keine sehr gute Leistung aber wir sind weiter gekommen.“

Darum gehe es nun auch, Schönspielen sei nicht angesagt für den KSC.  „Grade jetzt in der aktuelle Situation sind Siege und Punkte wichtig. Ob das ein dreckiger Sieg ist oder ein schöner Sieg ist egal, Hauptsache drei Punkte.“

Voraussichtliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Föhrenbach, Pisot, Gordon, Bader, Bülow, Wanitzek, Lorenz, Fink, Muslija, Stroh-Engel.