Fahrlässig: KSC vergibt Chance auf Auswärtssieg

Karlsruhe/Münster (mia). Endlich ein Auswärtserfolg für den Karlsruher SC sollte es nach 90 Minuten bei Preußen Münster heißen. Der KSC war früh in Führung gegangen und hatte dann aber in Durchgang zwei um ein Gegentor gebettelt und dieses zum 1:1 (0:1)-Endstand auch erhalten.

Die Karlsruher hatten mit der Elf begonnen, die gegen Würzburg gewonnen hatten. „Unter der Woche haben wir gut gearbeitet, das gibt mir ein gutes Gefühl“, erklärte KSC-Coach Alois Schwartz vor der Partie im SWR. Man wolle kompakt stehen und nach vorne Nadelstiche setzen.

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Der KSC begann druckvoll und machte den Hausherren das Leben schwer, gefährlich wurden die Badener aber noch nicht.

In der siebten Minute kam die sehr gute Chance für den KSC. Marcel Mehlem steckte auf Burak Camoglu durch. Der legte den Ball zu Marc Lorenz, der aber an Michele Rizzi scheiterte.

KSC geht in Führung

Besser im Spiel waren die KSC-Jungs, der letzte Pass fehlte allerdings noch. Auf der Gegenseite folgte ein schneller Angriff der Gastgeber durch Adriano Grimaldi. Gefährlich wurden die Hausherren aber nicht. Mehlem (11.) klärte wenig später vor Martin Kobylanski.

Nach und nach wurde die Partie ausgeglichen, nach vorne passiere nur noch wenig. Ein Standard brachte die Karlsruher erstmals in Führung. Lorenz (24.) trat die Ecke, Mehlem scheiterte zunächst am Schlussmann der Gastgeber, den geklärten Ball schob Jonas Föhrenbach zur KSC-Führung über die Linie.

 

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Von den Gastgebern kam dagegen wenig. Erst in der 36. Minute  kamen sie gefährlicher vor den Kasten von KSC-Schlussmann Benjamin Uphoff, zu ungenau aber machten sie ihre Sache, um gefährlich zu werden. Bader klärte.

Glück hatten die Karlsruher dann. Drei Minuten vor der Pause vergab Sebastian Mai (42.) die Chance zum Ausgleich, als er frei vor dem KSC-Tor vorbei köpfte. Auch der KSC hätte noch das zweite Tor heraus spielen können, ließ die Möglichkeit zum schnellen Konter aber liegen. „Gut ins Spiel gefunden und verdient in Führung gegangen“, so das Zwischenfazit von KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer.

Glück für den KSC

Aus der Pause kamen die Gastgeber stärker, gefährlich wurden sie aber dennoch nicht. Dennoch war die Karlsruher Abwehr gefragt. So kam Sandrino Braun (52.) gut zum Schuss, Uphoff aber war zur Stelle. Immer wieder lief Preußen Münster an. Viele Fehlpässe auf beiden Seiten dominierten aber das Spiel.

Nachdem Schleusener am Schlussmann der Preußen gescheitert war, kam auch Münster gefährlich vors Karlsruher Tor. Grimaldi (56.) kam nach Freistoß frei zum Schuss, Gordon musste in höchster Not klären. Die Karlsruher standen unter Druck und mussten sich sammeln.

Um Tor gebettelt und kassiert

Der KSC tat sich schwer. So tauchte Grimaldi (60.) nach Vorarbeit von Rühle gleich wieder gefährlich vor Uphoff auf. Die Karlsruher bettelten um ein Gegentor. Rühle und Grimaldi konnten frei Schalten und Walten im Strafraum, Glück für den KSC, dass Grimaldi (61.) das leere Tor nicht traf.

Preußen Münster dominierte die Partie weiter, war aber zu ungenau. Das sollte sich ändern. Jeron Al-Hazaimeh (77.) lief völlig frei in den Strafraum und nahm die Flanke von Rühle perfekt an. Es stand verdientermaßen 1:1.

Die Hausherren rannten weiter an und die Karlsruher hatten Schwierigkeiten. Kobylanski (84.) kam relativ leicht durch vors Tor der Karlsruher, vergab seine Chance aber. Auch Dominik Stroh-Engel (85.) konnte seine Chance nicht nutzen und köpfte über das Tor. So blieb es beim gerechten 1:1

KSC: Uphoff – Bader, Gordon, Pisot, Föhrenbach – Mehlem – Camoglu (78. Thiede), Muslija, Wanitzek, Lorenz (67. Stroh-Engel) – Schleusener.