Germanen ringen Ispringen in Top-Duell nieder

Karlsruhe/Weingarten (ps). In einem hochklassigen, spannenden Duell konnte Germania Weingarten am Samstagabend den zweiten Saisonsieg einfahren und meldet sich nach der Niederlage gegen Nendingen mit eindrucksvoller Leistung zurück. Bereits auf der Waage gab es einige Veränderungen im Vergleich zur Aufstellung der Vorwoche. So rückte Adam Juretzko für Johnny Panait zurück ins Team und in der Klasse bis 75kg im freien Stil debütierte Magomed Kadimagomedov anstelle von Georg Harth für die Germania-Staffel.

Der Wiegezettel, gespickt mit bekannten Namen der internationalen Ringsport-Elite, versprach hochkarätige Kämpfe. Am Ende kamen die Zuschauer in der Pforzheimer Jahnhalle, sowie die Zuschauer an den Livestream-Bildschirmen zuhause, mit zehn Kämpfen über volle sechs Minuten voll auf ihre Kosten.

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Im ersten Kampf des Abends traf Germane Alexandru Chirtoaca auf Anatolii Buruian. Alex verteidigte stark und gab gegen den favorisierten
Ispringer nur einen Mannschaftspunkt ab. Im Schwergewicht ließ der Neu-Germane Johan Euren seinem Gegner Beka Kandelaki keine Chance und brachte durch einen ungefährdeten 12:0-Sieg die Walzbach Staffel mit 3:1 Mannschaftspunkten in Führung ehe mit Roman Amoyan ein alter Bekannter der Weingartener für die Ispringer ausglich. 6:2 gegen Maxim Mamulat hieß es nach zwei Runden und somit gingen zwei Mannschaftspunkte an den KSV.

In der Klasse bis 98kg im freien Stil kam es dann zu der wohl größten Überraschung des Abends. Germane Magomed Nurov besiegte den stark
favorisierten Georgi Ketoev mit 19 zu 8 Punkten und steuerte so drei Punkte auf das Mannschaftskonto der Germanen bei. Das Einzelergebnis
verrät annähernd den Kampfverlauf: Keteov legte stark los und ging in Führung, hatte im weiteren Kampfverlauf jedoch starke konditionelle
Probleme und so konnte Nurov Punkt für Punkt sammeln und siegte am Ende deutlich über den vermeintlichen Favoriten. Im letzten Kampf vor der
Halbzeitpause traf Dimitri Malenkov auf KSV-Athlet Maxim Sacultan. Mit 4:3 Punkten musste sich der Germane im Limit bis 66kg Freistil ganz
knapp geschlagen geben. So stand es zur Halbzeit 6:4 für Weingarten.

Nach der Pause traf Maksim Safaryan auf den Ispringer Ardo Arusaar. Ohne technische Wertung ging dieser Kampf mit 0:1 Punkten an den Ringer im
KSV-Trikot. Im darauffolgenden Kampf bekam es „Commander“ Adam Juretzko mit Igor Beslega zu tun. Der Altmeister ließ gegen den aktiveren
Besleaga wenig zu und verstand es, nur zwei Mannschaftspunkte abzugeben. Im Freistil bis 86kg ließ Neuling Georgii Rubaev Carsten Kopp keine
Chance und siegte souverän mit 13:0 Punkten.

Beim Stand von 9:7 für die Staffel um Trainer Frank Heinzelbecker kam es im Limit bis 75kg Freistil zum Kampf des Abends. Erstmals ging für
Weingarten Magomed Kadimagomedov auf der Matte und bekam es mit Davit Tlashadze vom KSV Ispringen zu tun. Schon für diesen Kampf lohnte sich der Besuch in Pforzheim. Die beiden Freistil-Spezialisten lieferten sich sechs Minuten Ringkampf der Extraklasse. Kurz vor Ende der Partie gelang dem Germania-Debütanten beinahe noch ein Schultersieg. Am Ende entschied Kadimagomedov den Kampf mit 10:5 Punkten für sich und steuerte somit zwei Punkte auf das Mannschaftskonto der Germanen bei. Im letzten Kampf der Abends bestätigte Jan Fischer seine starke Form und besiegte unter großem Jubel der mitgereisten Fans Neven Zugaj mit 4:2 Punkten.

Am Ende besiegten starke Weingartener den KSV Ispringen mit 12:7 Punkten und melden sich eindrucksvoll zurück. Jetzt heißt es nachlegen und die
starke Auswärtsbilanz von zwei Siegen weiter ausbauen, wenn es am kommenden Wochenende in Schifferstadt zur Revanche für die hohe Niederlage im Vorkampf kommt.