PSK nur phasenweise auf Augenhöhe

Karlsruhe (ps). Im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Branimir Glivarec ging es für die erste Handball-Mannschaft des PSK am Samstag nach Ettlingen. Gegen den Mitaufsteiger wollte man unbedingt die nächsten beiden Punkte einfahren. Wer jedoch aufgrund des schlechten Saisonstarts der Albstädter auf einen Selbstläufer hoffte, sah sich bereits beim Warmmachen getäuscht: Die HSG hatte sich mit einigen Spielern aus der ersten Mannschaft verstärkt und konnte einen kompletten Kader aufbieten. Dennoch nahm sich der PSK vor, alles zu geben und sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren (HSG Ettlingen/Bruchhausen 2 – PSK, 35 : 27 (16 : 10)).

Vom Start weg machte der wurfgewaltige Rückraum der Gastgeber den Gelb-Blauen erhebliche Probleme. Während der PSK seine Tore mühevoll erarbeiten musste, gelangen der HSG einfache Tore aus der Ferne oder über den Gegenstoß. Durch die Treffer von Herr blieb man jedoch noch in Schlagdistanz. Als sich jedoch die Fehler im Angriff häuften und man immer wieder am starken Ettlinger Torhüter scheiterte, konnte sich die HSG jedoch deutlicher absetzen (10:4). In der fälligen Auszeit wurde die Abwehr neu geordnet. Außerdem sollte aufgrund vieler Abpraller zunächst die eigene Zone gesichert werden, ehe es nach vorne ging. Allmählich kam der PSK dann auch im Angriff wieder zu sich und erspielte sich viele freie Chancen. Beim 12:9 war man wieder in der Nähe des Gegners. Doch bis zur Pause zogen diese noch einmal an und setzten sich auf sechs Tore ab.

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Zu Recht moniert wurden die vielen vergebenen Chancen. Mehr Treffsicherheit und mehr Tiefe in den Angriffsaktionen wurden für den zweiten Spielabschnitt eingefordert, ebenso wie ein aggressiveres Angehen der Schützen in der Deckung. Dennoch gelang es nach Wiederanpfiff zunächst nicht, den Abstand entscheidend zu verkürzen (17:11, 18:12, 19:13). Zunehmend zahlte sich jedoch die umgestellte Abwehrformation aus, mit der man die Hausherren zu Distanzwürfen aus weiter Ferne zwang und Ballverluste provozierte. Immer wenn der PSK aber den weitere Anschluss erreichte, drückte die HSG wieder kräftig aus Gaspedal. So kam man zwar beim 21:19 erstmals wieder auf zwei Tore heran und war auch später noch nicht chancenlos (25:22 / 48.), doch für mehr sollte es an diesem Tag nicht reichen. Zu oft ließ man sich außerdem auf Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen ein und vergaß dabei den eigenen Einsatz- und Kampfeswillen. Letztendlich konnte die HSG vielleicht etwas zu deutlich aber unter dem Strich verdient gewinnen.

Mit einer nun komplett ausgeglichenen Bilanz von 6:6 Punkten erwartet der PSK mit der Zweitvertretung der TG Eggenstein nun wiederum ein Team, bei dem man erst am Spieltag selbst erfahren wird, wie dieses zusammengesetzt ist. Zuhause möchten sich die Spieler aber in jedem Fall wieder besser präsentieren und die Partie erfolgreich gestalten.

Es spielten für den PSK: Stoll, de Bel (beide Tor), Herr (9), Kungl (5), Bretzinger (3/1), Kiefer (2), Heß (2), Armbrust (2/1), Ried, Riekert, Proft (je 1) und Strüwing (1/1).