Gequos fahren aufmerksam nach Heidelberg

Karlsruhe (ps). Zu keiner Zeit in Gefahr war der zehnte Saisonsieg im Nachholspiel der KIT SC GEQUOS im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserlautern, welches die Karlsruher am Donnerstagabend mit 82:63 für sich entschieden. Phasenweise verkürzten die Pfälzer zwar den Vorsprung, wurden aber im Enddefekt nicht gefährlich. Nach zwölf Spielen sind die GEQUOS somit punktgleich mit dem Spitzenreiter aus Elchingen – lediglich das Korbverhältnis ist schwächer.

Alles ist eine Sache der Konzentration, die den GEQUOS bereits im ersten Viertel unnötigerweise schwand. Das Nachholspiel, das aufgrund des Sportlerfestes des Sportinstituts auf Donnerstag verschoben wurde, gestaltete sich mühsam. Doch wer möchte es den GEQUOS auch verübeln, da sie nach fünf Minuten schon mit 10:0 in Führung waren. Die Defensive stand kompakt und gut. Kaiserslautern war gezwungen schwierige Würfe zu nehmen, die zum Überfluss nicht ihr Ziel fanden. Kaiserslauterns Trainer zog nach fünf Minuten die Konsequenz aus dem sehr schwachen Start und nahm eine Auszeit. Danach begann für die GEQUOS der zähe Teil des Abends in der gut besuchten Halle am Sportinstitut. Der FCK traf von Minute zu Minute mehr Körbe, der KIT SC hielt dennoch Vorsprung aufrecht, wusste aber nicht zu überzeugen. Mit einer Führung von 21:12 ging es in die erste Viertelpause.

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Die Pause tat den GEQUOS keinen Abbruch. Weiterhin lief das Spiel nicht gerade flüssig, was die Pfälzer aber nicht zu ausnutzen wussten. Die ansonsten beste Dreipunkte-Mannschaft der Liga verfehlte einen Wurf nach den Anderen. Das Team von Headcoach Aleksandar Scepanovic verwaltete das Spiel. Mehr mussten die Jungs aber auch nicht machen, da der FCK den Rest selber erledigte. Gerade einmal zwei Spieler punkteten zweistellig, davon Aaron Kert Ellis mit einer Wurfquote aus dem Feld von mageren 35,7%. Der Halbzeitstand von 37:30 für die GEQUOS bot für Kaiserslautern noch die Möglichkeit heranzukommen.

Spätestens mit dem 7:0-Lauf Anfang des dritten Viertels wurde aber auch dieses Kapitel wieder geschlossen. Viereinhalb Minuten vor Schluss des Viertels erhöhte Elnis Prasovic mit einem Korbleger zum 51:33. Das Ding schien praktisch entschieden, zumal die Pfälzer auch keine Anstalten machten das Ruder wirklich umzureißen. Dennoch arbeiteten sie sich unauffällig heran. Fünf Minuten später blickten die GEQUOS auf ein 51:44. Der FCK hatte einen 10:0-Lauf hingelegt.

Unabhängig davon waren die GEQUOS trotzdem Herr der Lage, ließen Kaiserslautern noch zweimal auf fünf Punkte herankommen und schalteten dann den nötigen Gang hoch. Rüeck und Kucan hauten zwei Dreier rein, Prasovic steuerte einen Korbleger dazu, die Partie war entschieden.

Neben dem Top-Scorer Marino Kucan (19 Punkte) überzeugte besonders Alex Rüeck, der 15 seiner 16 Punkte durch Dreier erzielte und dafür nur sechs Versuche benötigte. Durch die vergangenen Rückschläge erwecken die GEQUOS nun wieder den Anschein einer gefestigten, abgeklärten Mannschaft.

Und sofort geht es weiter im Ligaalltag. Am heutigen Samstag, den 13. Dezember, treffen die KIT SC GEQUOS auswärts auf die SG Heidelberg-Kirchheim. Ungeachtet der Tabellenregion müssen die Karlsruher das Tempo aufrechterhalten. Heidelberg weist die schwächste Korbbilanz der Liga auf. Mit einem Minus von 137 Punkten ist die Spielgemeinschaft überwiegend in der Defensive anfällig. Dort hat Karlsruhe bekanntlich genug Alternativen.