Auf das ASV-Doppel ist Verlass

Sathiyan Gnanasekaran (ASV Gruenwettersbach) Fotograf: BeLa Sportfoto

Es hat nicht viel gefehlt und die Abschiedsparty für TTBL-Spieler Sathiyan Gnanasekaran hätte sportlich ein trauriges Ende genommen. Doch auf das Schlussdoppel der Tischtenniscracks vom ASV Grünwettersbach war wie schon oft in dieser Saison Verlass, so dass die Punkte am Wetterbach blieben. Die Gäste, die ohne ihren aus familiären Gründen verhinderten Nationalspieler Ruwen Filus angereist waren, lieferten den Hausherren ein Match auf Augenhöhe, das jederzeit spannend verlief.

TTBL: ASV Grünwettersbach – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell          3:2

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Als Spielverderber hätte sich um ein Haar TTC-Spitzenspieler Tomislav Pucar erwiesen. Der stark aufspielende Kroate konnte zunächst Dang Qiu und anschließend auch noch Wang Xi hauchdünn im Entscheidungssatz in die Knie zwingen. Da jedoch Wang Xi im Auftaktmatch gegen Thomas Keinath recht deutlich die Oberhand behielt und Sathi nach wackligem Beginn gegen Trainersohn Fan Bo Meng am Ende mit 3:1 seinen Teil zum Erfolg beitragen konnte, musste das Doppel entscheiden.

Dort brauchten Dang Qiu und Tobi Rasmussen nach verlorenem Auftaktsatz bis zum Ende des zweiten Satzes um gegen Trainer Qing Yu Meng und Thomas Keinath in Fahrt zu kommen. Als sie jedoch diesen zweiten Durchgang nach 7:9 Rückstand noch drehen konnten, brach der Bann und die beiden ASVler ließen ihren routinierten Gegnern frenetisch angefeuert von den Fans keine Chance mehr.

So konnte am Ende im gut besuchten ASV-Tischtenniszentrum doppelt gefeiert werden: Zum einen den ersten TTBL-Sieg seit dem Pokalerfolg und dann natürlich den Abschied von Sathi, der den ASV in Richtung Japan verlassen wird.

Pokalhelden durch Stadt Karlsruhe geehrt

Unter dem Motto „Für Vielfalt und Toleranz“ ehrte die Stadt Karlsruhe den Deutschen Pokalsieger im Tischtennis ASV Grünwettersbach im Rahmen eines Empfangs am gestrigen Samstag. Gut 50 Gäste hatten den Weg ins Rathaus gefunden. Neben den Spielern Wang Xi, Dang Qiu, Tobias Rasmussen – Sathiyan Gnanasekaran war zeitgleich noch bei den Hungarian Open aktiv – und Trainer Joachim Sekinger, Funktionäre und Freunde des ASV, zahlreiche Ortschafts- und Gemeinderäte sowie Mitarbeiter der Sportverwaltung. Sportbürgermeister Martin Lenz begrüßte in Vertretung des verhinderten OB Frank Mentrup die Anwesenden. Er erinnerte daran, dass der ASV durch seinen sensationellen Sieg beim Final-Four-Turnier in Neu-Ulm im Januar Sportgeschichte geschrieben habe. Er erläuterte, dass die sportliche Entwicklung des ASV besonders durch den Bau des Tischtenniszentrums immens beschleunigt worden sei und dankte insbesondere Abteilungsleiter Armin Freiburger „ohne den wir alle heute nicht hier wären“ und Manager Martin Werner für ihre hervorragende Arbeit, die in Kürze wohl mit der Ernennung zum Bundesstützpunkt einen weiteren Höhepunkt erreichen wird.

Grünwettersbachs Ortsvorsteher Rainer Frank schilderte im Anschluss emotional seine Eindrücke von den beiden Final-Four-Events 2019 und 2020. Wie die bescheidene, ja demütige Haltung des Underdogs aus Baden immer mehr dem Siegeswillen und Selbstvertrauen gewichen sei, das die Mannschaft schließlich, unterstützt von den Fans   in der „Roten Wand“ zum  Pokalsieg getragen habe, den dann keiner so richtig begreifen konnte.

Sichtlich stolz gratulierte der ASV-Vorsitzende Peter Schorle nochmals seinen Pokalhelden, die gegen stärkste Konkurrenz den bislang absoluten sportlichen Höhepunkt in der 128jährigen Vereinsgeschichte des 900 Mitglieder starken Vereins geschrieben hätten. Er dankte speziell Armin Freiburger, der zunächst als Spieler und später als Abteilungsleiter den ASV von der Kreisklasse bis zum Deutschen Pokalsieg geführt habe, sowie Sandra und Martin Werner für ihren immensen Einsatz im Management der Abteilung, die mit dem KITT, einem Ausbildungszentrum für internationale Talente ein weiteres wichtiges Standbein habe.

Den Abschluss bildete Uwe Lauinger von der Theaterabteilung des ASV, der in seiner unnachahmlichen Art nochmals die Spieler vorstellte und Roman, dem Sohn des Erfolgstrainers Joachim Sekinger, ein Timo-Boll-Trikot überreichte.