ASV mit Fortuna im Bunde

Karlsruhe (ps). Fortuna war an diesem spannungsgeladenen Nachmittag eine Grünwettersbacherin. Zwar stand am Ende ein scheinbar standesgemäßer Sieg des Tabellenführers der 2. Tischtennis-Bundesliga gegen den Vorletzten auf dem Papier, die sportlichen Kräfteverhältnissen spiegelt dieses Ergebnis jedoch in keinster Weise wieder (ASV Grünwettersbach – TuS Fürstenfeldbruck 6:1). Fünfmal gingen die Akteure bei den sieben Paarungen in den Entscheidungssatz und stets hatten die Hausherren am Ende die Nase teilweise äußerst knapp und auch glücklich vorne.

Bereits in den Doppeln fing es an. Hier unterlagen Zibrat/Erlandsen nach harter Gegenwehr gegen Crepulja/Cipin in vier Sätzen, während Robles/Walker zunächst Lee/Schreiner sicher beherrschten. Als jedoch die jungen Bayern in Durchgang drei einen Matchball abwehrten bekamen sie deutlich Oberwasser und hatten ihrerseits im finalen Satz zwei Matchbälle. Doch auch dank einiger Netz- und Kantenbälle wendete das ASV-Duo das Unheil ab und verhinderte somit einen 0:2 Rückstand.

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In den Einzeln ging die Glückssträhne des ASV weiter, denn Alvaro Robles lag gegen den stark aufspielenden deutschen Jugendmeister Florian Schreiner 5:8 im Entscheidungssatz hinten, ehe er doch noch mit 11:9 das Blatt wenden konnte. Sam Walker demonstrierte gegen Chia-Sheng Lee Moral und Nervenstärke und konnte den jungen Taiwanesen mit 11:7 im 5. Satz niederhalten. So ging der Tabellenführer mit einer glücklichen 3:1 Führung in die Pause – auch ein 0:4 wäre an diesem Tag durchaus möglich gewesen.

Der im hinteren Paarkreuz noch unbesiegte Jan Zibrat setzte sich dank seiner exzellenten Aufschläge 3:0 gegen Filip Cipin durch, während am Nachbartisch Geir Erlandsen gegen Bojan Crepulja nach einer 2:0 Satzführung einzubrechen schien. Dann beim Stand von 2:2 im letzten Satz verletzte sich Erli an der Schulter und musste kreidebleich im Gesicht behandelt werden. Doch er kam zurück und ließ dem starken Serben keine Chance mehr.

Im Duell der Spitzenspieler schließlich setzten Alvaro Robles und Chia-Sheng Lee dem Spektakel die Krone auf. 2:1 in Sätzen führte der großartig aufspielende Spanier und hatte beim 10:4 sechs Matchbälle, die der junge TuS-Spieler allesamt abwehrte und den Satz für sich entschied. Im Entscheidungssatz dann führte Chia-Sheng Lee seinerseits 10:5, was allerdings nicht zum Sieg reichte, da der nie aufgebende Alvaro Robles die folgenden sieben Punkte machte und so den in dieser Höhe äußerst schmeichelhaften Sieg perfekt machte.

Da sich die härtesten Konkurrenten Passau und Jülich tags zuvor Remis getrennt hatten, führt der ASV nunmehr das Klassement mit zwei Punkten Vorsprung an, hat jedoch noch das mit Abstand schwerste Restprogramm zu absolvieren. Nach einer dreiwöchigen Spielpause gilt es die Führung gegen Borussia Dortmund zu Hause zu verteidigen.