Sechs Junioren der Rheinbrüder unter den ersten Zehn

Quali-Team Junioren Kanuten, Athleten-Namen v.l.: Tim Frait, Nicola Zetzmann, Katinka Hofmann, Sophie Speck, Laura Friedt, Kim Riedle, Carola Schmidt und Yannick Höldtke.
Quali-Team Junioren Kanuten, Athleten-Namen v.l.: Tim Frait, Nicola Zetzmann, Katinka Hofmann, Sophie Speck, Laura Friedt, Kim Riedle, Carola Schmidt und Yannick Höldtke.

Karlsruhe (ps).  Der Deutsche Kanu-Verband (DKV) hat am Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum die 1. Nationale Qualifikation für die Junioren-Nationalmannschaft ausgerichtet. Von acht Athleten der Rheinbrüder Karlsruhe platzierten sich sechs unter den ersten Zehn. Damit gelang der Karlsruher Kanutalent-Schmiede ein phänomenaler Saisonauftakt. Beim ersten Kräftemessen der Junioren kämpfen die Nachwuchskanuten in Lauf- und Krafttests um den Sieg. In der Damen-Junioren-Klasse sicherten sich die Jugendfahrerinnen Katinka Hofmann und Kim Riedle den 3. und 5. Platz im Gesamtklassement.

Die Juniorinnen Laura Friedt und Carola Schmidt trugen sich mit dem 8. und 10. Platz ebenfalls aussichtsreich in die Bestenliste ein. „Unsere beiden Youngsters haben schon auf der Deutschen Meisterschaft mit sehr guten Ergebnissen auf sich aufmerksam gemacht. Carola und Laura aber auch Tim Frait und Yannick Höldtke haben sich super platziert“, erläutert Ralf Straub, zuständiger Bundesstützpunkt-Trainer, das überragende
Abschneiden der Karlsruher Sportler. Trotz der schlechteren Ausgangslage sieht er Vorteile bei Carola Schmidt. „Carola hatte in letzter Zeit mit Schulterproblemen zu kämpfen und steht mitten im Abiturstress. Bei dem Athletik-Test konnte sie sicherlich nicht ans Limit gehen. Auf dem Wasser zeigt sie ihren Mannschaftskolleginnen aber noch klar die Grenzen“, schmunzelt Straub.
Für die Jugendfahrerinnen ist die Erfahrung eines solchen Tests enorm wichtig. Maren Knebel betreuende Trainerin der Rheinbrüder-Jugendgruppe weiß: „In diesem Jahr sollen Kim und Katinka in erster Linie Erfahrung sammeln und vielleicht schon mal das ein oder andere Ausrufezeichen setzen.“ Dies hat am Wochenende Sophie Speck, Canadier-Hoffnung im Rheinhafen, hervorragend umgesetzt. Auch sie startet 2015 offiziell noch in der Jugendklasse, erkämpfte sich in der Addition aller Disziplinen bei den Juniorinnen jedoch den 2. Platz und verschaffte sich damit schon einmal großen Respekt. „Mit diesem Ergebnis kann Sophie sicherlich ganz selbstbewusst bei den anstehenden Qualifikationswettkämpfen auf der Wedau an den Start fahren. Das hat schon Eindruck gemacht“, ist sich die zweifache Weltmeisterin Maren Knebel sicher.
Recht unerwartet trumpften auch die Junioren der Rheinbrüder Karlsruhe auf. Mit dem 8. Platz in der Endabrechnung machte sich Internatssportler und Otto-Hahn-Gymnasiast Tim Frait einen Namen in der Kanuszene. Aber auch sein Teamkollege, der Sprinter Yannick Höldtke, Azubi bei der Firma Wohlfeil, lies mit zwei ersten Plätzen im Maximalkraft-Test aufhorchen. Platz 15 in der Gesamtrangliste von 60 Sportlern lässt auch ihm gute Chancen sich über die Sprintrangliste in der Spezifik zu qualifizieren.
„Das ist sicherlich eine schöne Bestandsaufnahme. Nun müssen die Athleten im April und Mai Taten auf dem Wasser folgen lassen. Ich verspreche mir hier von allen nach diesem Traumstart nochmals einen Erfolgsschub!“, so der Chefbundestrainer Nachwuchs des Deutschen Kanu Verbandes Detlef Hofmann. Vom 17. bis 19. April findet das erste Qualifikationswochenende in Duisburg auf der Wedau statt. Dann wird sich zeigen, wer die Kraft und die Schnelligkeit vom Land auf das Wasser bekommt.

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