TTBL-Cracks vom ASV können historische Saison krönen

Grünwettersbach (ps). Egal wie das letzte Tischtennis-Bundesliga-Spiel am Sonntag (21. März) ausgeht: der ASV Grünwettersbach hat eine historisch erfolgreiche TTBL-Saison gespielt und hat es selbst in der Hand sogar in die Playoffs einzuziehen. Mit 26:18 oder 24:20 Punkten kann der ASV in seiner 6. TTBL-Saison erstmals am Ende ein positives Punktekonto aufweisen. Damit konnten nur die größten Optimisten rechnen, zumal die ASV-Jungs trotz guten Starts nach der Hinrunde scheinbar abgeschlagen in unteren Tabellenregionen rangierten. Doch fantastische 14:6 Punkte in der bisherigen Rückrunde katapultierten den ASV mittlerweile auf Rang 4. Für Spannung zum Saisonfinale ist somit gesorgt, denn auch der TTC Neu-Ulm und der TSV Bad Königshofen, die am letzten Spieltag aufeinandertreffen, haben noch die Chance in die Playoffs einzuziehen. Wie ist die genaue Situation?

So. 21.03., 15 Uhr: ASV Grünwettersbach – Post SV Mühlhausen

Mit 24:18 Punkten und einem Spielverhältnis von +8, rangiert der ASV punktgleich vor Neu-Ulm (+5) und zwei Punkte vor Bad Königshofen (+3). Gewinnt der ASV gegen Mühlhausen ist er von beiden Verfolgern nicht mehr einzuholen, denn sein Spielverhältnis wäre dann mindestens +9. Verliert der ASV und gewinnt gleichzeitig Neu-Ulm das Verfolgerduell, rücken die Schwaben auf Rang 4 vor und verdrängen den ASV auf Rang 5. Noch komplizierter würde es, wenn Bad Königshofen gewinnt. Dann nämlich könnte sich der ASV gar eine Niederlage leisten, um Platz 4 zu verteidigen, sofern der ASV nicht mehr als 4 Spiele auf Bad Königshofen verliert. Eine 2:3 Niederlage des ASV würde in diesem Fall sicher reichen, während bei einer 1:3 oder 0:3 Niederlage und einem hohen Sieg der Franken diese noch vorbeiziehen könnten, auch da sie bei Spielgleichheit das bessere Satz- und Ballverhältnis aufzuweisen haben.

Aber der ASV sollte sich auf sein Spiel konzentrieren und versuchen, die bestmögliche Leistung abzurufen. Das hat zuletzt hervorragend geklappt und vor allem in der letzten Heimpartie gegen Bad Königshofen zeigten Joe Sekingers Männer eine phantastische Einstellung. Genau dies könnte auch zum entscheidenden Faktor gegen die Gäste aus Thüringen werden, die im ersten Spiel der Saison knapp mit 3:1 besiegt werden konnten. Doch ob dies gegen die routinierten Daniel Habesohn, Ovidiu Ionescu, Steffen Mengel und Lubomir Jancarik erneut gelingt, bleibt abzuwarten. Im Hinspiel war Wang Xi der Matchwinner, der hauchdünn gegen Ovidiu Ionescu und klar gegen Daniel Habesohn die Oberhand behielt. Auf seine Form wird es ebenso ankommen wie auf die von Dang Qiu. Dang spielt eine überragende Saison, besiegte erst vor Kurzem in Doha Ovidiu Ionescu und hatte auch im Hinspiel Steffen Mengel im Griff. Vielleicht führt er ja sein Team in die Playoffs gegen seinen künftigen Club Borussia Düsseldorf. Auch Deni Kozul konnte sich im Laufe der Saison steigern und hat momentan die Nase leicht vor Tobi Rasmussen, der, wenn nötig, wahrscheinlich im Doppel zum Einsatz käme.

Es ist also angerichtet für das letzte Gefecht der Hauptrunde und vielleicht müssen Dang Qiu und Joe Sekinger noch eine Sonderschicht im ASV-Trikot bzw. in der Coaching-Box einlegen. Dann nämlich, wenn dem ASV der Sprung in die Playoffs gelingen sollte. Leider können erneut keine Zuschauer das Spiel im Tischtenniszentrum verfolgen. „Die Fans müssen also mit dem Livestream in sportdeutschland.tv Vorlieb nehmen, wo Achim und Martin durch das Spiel führen und hoffentlich nicht zu sehr leiden müssen“, so der ASV.