KSC-Debakel als Dauerschleife

KSC OralKarlsruhe (mia). „Wir müssen das Spiel aufarbeiten und aus dem Kopf kriegen“, so KSC-Profi Grischa Prömel im Hinblick auf die Partie des Karlsruher SC zuhause gegen St. Pauli (Sonntag, 13.30 Uhr).

Zumindest kurz aufgearbeitet hatte man das Spiel mit den Fans direkt nach dem Spiel.  „Es ist verständlich, wenn die da sechs Stunden hinfahren und so ein Spiel zu sehen bekommen,…“, so Prömel.

Booking.com

„Es ist alles schief gelaufen. Wir haben uns verunsichern lassen, keiner hatte mehr das Selbstvertrauen, die Bälle wurden nicht mehr gefordert, dann haben wir die Bälle zu schnell wieder verloren, wir kamen nicht in die Zweikämpfe, …“, zählt Prömel die lange Kette von Fehlern des KSC im Spiel bei Union Berlin auf. „Es war einfach total zu vergessen.“

Bevor die Profis das Spiel aber aus den Köpfen bekommen, konnten sie bereits nach Abpfiff das Spiel noch einmal haarklein analysieren. Denn auf der Heimfahrt sahen sie das Spiel durchgehend auf Video.

Für KSC-Keeper Rene Vollath war das Spiel eine „Katastrophe“. Zu individuellen Fehlern hatten sich noch mannschaftliche Fehler dazu gesellt, erklärt der KSC-Torwart, der sich nicht ausnehme.

Von einer Katastrophe wollte KSC-Coach Tomas Oral aber nichts wissen. Da müsse man vorsichtig sein bei der Analyse. Fakt sei: „Wir haben viele dabei gehabt, die noch nicht auf dem Leistungsstand waren, die ihre Topleistung nicht abgerufen haben. Das wird dann unheimlich schwer gegen so eine Mannschaft“, so Oral.

„Union war galliger auf den Sieg“

Der KSC habe die Berliner eingeladen. „So wie die Tore gefallen sind, war es ja wirklich so, dass eine große Unterstützung von uns auch war.“ Die Badener aber hätten auch Situationen gehabt, so der KSC-Coach, in denen sie das Spiel in eine andere Richtung hätten bringen können. „Da muss man sagen, Union hat es richtig gut gemacht, sie waren galliger auf den Sieg und aggressiver. Wir haben uns einschüchtern lassen und haben dann einfach zu viele Fehler gemacht.“

Die Einschüchterung spricht auch Vollath an. „Wenn ich einen Fehler mache, muss ich trotzdem weitermachen und wenn ich den zweiten Fehler mache, muss ich trotzdem weitermachen und wenn ich überzeugt bin von meinem Spiel und meinen Mitspielern, dann ist es egal ob er einen Fehler gemacht hat oder zwei, drei, vier. Ich habe das Vertrauen in ihn und in mich selber, um das Spiel weiter durchzuziehen.“

Genau dahin müsse der KSC kommen. Verstecken helfe nichts, auch wenn Fehler menschlich seien müsse man weitermachen. „Was nicht hilft ist jetzt in Panik zu verfallen.“ Das Spiel analysieren und aus den Fehlern lernen, stehe nun an, damit gegen Pauli ein anderer KSC auf dem Platz steht.