KSC vs VfB: Polizei meldet 100 vermummte „Gewalttäter“

Stuttgart-Bad Cannstatt (pol). Mit rund 1.000 Einsatzkräften begleitet die Polizei am Sonntag (09.04.2017) das Geschehen rund um das Fußballspiel des Karlsruher SC beim VfB Stuttgart. Auch ein Hubschrauber der Polizei ist im Einsatz. Vor Spielbeginn kam es rund ums Stadion vereinzelt zu gegenseitigen Provokationen, verbalen und vereinzelt offenbar auch zu bisher wenigen körperlichen Auseinandersetzungen.

Die Polizei setzte ihre Einsatzkräfte konsequent zur Trennung der beiden Lager ein. KSC-Anhänger brannten bereits bei ihrer Ankunft in Untertürkheim und während ihres Marsches zum Stadion Pyrotechnik ab. Vor Spielbeginn vermummten sich mehr als 100 Anhänger im KSC-Block und warfen Böller. Kurz nach Spielbeginn warfen KSC-Gewalttäter massiv Pyrotechnik auch in Richtung Spielfeld. Für den Anmarsch der Fans mussten die Daimlerstraße, die Mercedesstraße und die Benzstraße gesperrt werden.

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Rund ums Stadion ist es dabei zu erheblichen Verkehrsbehinderungen gekommen. In Zügen und S-Bahnen, die zum Transport der Fans genutzt worden waren, kam es nach ersten Meldungen der Bundespolizei zu Sachbeschädigungen. Fans und Anwohner werden weiter aktuell über die sozialen Medien über die polizeilichen Maßnahmen informiert, so die Meldung der Polizei Stuttgart.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben Anhänger im Gästeblock zahlreiche Pyrotechnik mit massiver Rauchentwicklung gezündet und darüber hinaus Leuchtraketen auf das Spielfeld geworfen. Das Spiel musste mehrfach unterbrochen werden, der Stadionsprecher warnte die so genannten Fans vor einem drohenden Spielabbruch. Aufgrund der aufgeheizten Stimmung im Stadion sind weitere Polizeikräfte herangeführt worden, sodass letztlich rund 1.200 Kräfte im Gesamteinsatz waren. Nach Spielende warfen Gästeanhänger weitere Pyrotechnik auf das Spielfeld und schossen Raketen ab. Die Ermittlungen zu den Tätern sind aufgenommen und dauern zur Stunde noch an. Insgesamt verlief der Abmarsch dennoch ruhig und zügig. Im Umfeld des Stadions kam es, wie bei ausverkauftem Haus üblich, zu Verkehrsstockungen.