Unnötiger Punktverlust der Öz-Sieben in Hockenheim

Karlsruhe-Knielingen (tvk). Eine durchaus vermeidbare Niederlage kassierte der TV Knielingen in Hockenheim. Mit dem knappen 25:26 (8:12) riss auch die Knielinger Serie mit zuletzt 5:1 Punkten in drei Spielen.

Die erste Halbzeit war nicht gerade nach dem Geschmack von TVK-Trainer Erkan Öz. Schnell mussten die Knielinger einem Rückstand hinterher laufen. Nach 12 Spielminuten war der Rückstand erstmals auf vier Tore angewachsen (3:7). Vor der Pause war die Torausbeute vor dem HSV-Kasten der Fächerstädter bescheiden und die Abwehrarbeit in Teilen nicht optimal. Auch wenn die Gelb-Schwarzen bald auf 6:7 aufschlossen, war es dennoch nur ein Strohfeuer, das die Rennstädter mit fünf Treffern in Serie ohne ein TVK-Tor postwendend beantworteten. Zur Pause war man also wieder mit vier Toren hinten (8:12).

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Nach der Pause legten die Knielinger eine Schippe drauf und erkämpften sich viele gute Wurfmöglichkeiten. Gestützt auf den meist stark verteidigenden Mittelblock sah es für die nun viel kämpferischer auftretende TVK-Sieben bald viel besser aus. Mit dem 14:15 war der Anschluss hergestellt. Allerdings zogen die Gastgeber wieder drei Tore weg (15:18). Die HSV-Truppe suchte ihr Heil in der Offensive mehrfach in Unterzahl in der Herausnahme des Torhüters und dem Einsatz eines zusätzlichen Feldspielers. Diese taktische Maßnahme war nicht immer von Erfolg gekrönt. Einige Male kamen die Knielinger gar in Ballbesitz und trafen dann allerdings das leere Tor nicht. Dennoch schnupperte der TVK am Ausgleich. Die Knielinger Akteure spielten ihre Angriffe nicht immer konsequent zu Ende und so dauerte es noch bis zur 55. Spielminute bis endlich eine nicht unverdiente 23:22-Führung heraussprang. Der Handballkrimi dauerte bis in die Schlusssekunden. Philipp Schollmeyer hatte in der letzten Spielminute noch einmal zum 25:25 ausgeglichen. Aber 20 Sekunden vor dem Ende kassierte der TVK den entscheidenden Gegentreffer, ohne dass es im HSV-Kasten noch einmal klingelte.

TVK-Trainer Erkan Öz hatte nach dem Spiel einiges zu kritisieren: „Wir hatte es selbst in der Hand die Punkte mitzunehmen und haben zu viele gute Chancen weggeben. Die Leistung in Teilen der Abwehr war in der ersten Halbzeit nicht gut, die Chancenauswertung bescheiden. Nach der Pause hat meine Mannschaft gekämpft und es war mehr möglich. Aber wenn man seine Chancen nicht gut zu Ende spielt und auch dreimal das leere Tor nicht trifft, darf man sich auch nicht wundern, wenn es am Ende nicht reicht.“