Bekannte Probleme machen GEQUOS das Leben schwer

Karlsruhe (ps). Eine Halbzeit lang durften die KIT SC GEQUOS beim Tabellenzweiten Dragons Rhöndorf von der Überraschung träumen. Am Ende traten sie mit einer vielleicht etwas zu deutlichen 73:97-Niederlage im Gepäck die Heimreise an. Über das ganze Spiel hinweg bekamen sie die physisch starken Rhöndorfer im Rebound nicht in den Griff. Zudem machten sie sich mit Ballverlusten wieder einmal selbst das Leben schwer. Trotz dieser Schwierigkeiten präsentierten sich die GEQUOS über weite Strecken gut und hielten das Spiel offen, vor allem durch ihre konzentrierte Offensivleistung in der ersten Halbzeit.

Die ersten Minuten entwickelten sich zum Dreier-Contest, den Luka Drezga und Aaron Schmitz mit 2:1 für die Karlsruher entschieden. Rhöndorf fand zu dieser Zeit schwer ins Spiel, zumal Topscorer Kameron Taylor früh mit zwei Fouls auf der Bank Platz nehmen musste. Ab der vierten Spielminute begann die Partie Fahrt aufzunehmen – beide Offensivreihen spielten ihre Stärken aus, immer wieder wechselte die Führung. Die GEQUOS – angeführt vom treffsicheren Drezga – waren voll auf Augenhöhe mit dem Tabellenzweiten. Folgerichtig ging es mit 24:22 für die Gastgeber in die erste Viertelpause.

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Der zweite Abschnitt begann nervös und fehlerbehaftet. Die GEQUOS übernahmen durch zwei Korbleger von Jeremy Black die Führung, konnten aber nicht nachlegen. Fehlwürfe und Ballverluste bestimmten zunächst das Bild. Just in dieser Phase traten die Schwierigkeiten der Karlsruher beim Sichern von Defensivrebounds wieder zu Tage. Rhöndorf erarbeitete sich ganze fünf (!) Offensivrebounds in Serie und übernahm mit der dann schon sechsten Chance die Führung (27:26). Für die GEQUOS dauerte es bis zur Mitte des Viertels, ehe Drezga den kleinen Lauf der Dragons aus der Distanz unterbrach und auf 29:30 verkürzte. Trotzdem waren die Gastgeber nun das bessere Team. Sie zwangen die GEQUOS zu Fehlern und bestraften sie. Erst zweieinhalb Minuten vor der Pause beendete Benjamin Kaufhold den 13:3-Lauf der Dragons und läutete den Schlussspurt seiner Mannschaft ein. Durch zwei Korbleger von Chaed Wellian und einen Buzzerbeater von Drezga ging es mit 41:39 in die Kabinen. Bis zu diesem Zeitpunkt war es den Karlsruhern gelungen, ihre Schwierigkeiten (11:22 Rebounds und 10:5 Ballverluste) durch eine starke Offensivleistung zu kaschieren – obwohl sie ganze 17 Wurfversuche weniger auf dem Konto hatten, waren sie in Schlagdistanz.

Im dritten Viertel kamen die Hausherren mit viel Energie aufs Feld zurück. Die GEQUOS leisteten sich zwei schnelle Ballverluste, Rhöndorf führte mit 45:39. Ein Knackpunkt folgte wenig später beim Stand von 43:49 aus Sicht der Karlsruher. Die Dragons nutzten die Entscheidung der Unparteiischen, GEQUOS-Headcoach Jaivon Harris mit seinem zweiten Technischen Foul auf die Tribüne zu schicken, zum Start eines vorentscheidenden Runs: Innerhalb von gut zwei Minuten trafen sie fünf Dreier und bauten ihre Führung so auf 65:46 aus. Die Karlsruher bewiesen zwar ohne Harris an der Seitenlinie Kampfgeist und versuchten, einen Weg zurück ins Spiel zu finden – doch die Offensive der Dragons angeführt von Taylor bekamen sie nicht mehr in den Griff. So ging das Spiel nach einem recht ausgeglichenen Schlussviertel mit 97:73 an den Tabellenzweiten.

„Es ist schade, dass wir uns immer wieder selbst das Leben so schwer machen“, sagt Manager Zoran Seatovic. „Wir haben uns über weite Strecken sehr ordentlich gegen ein großes und athletisches Spitzenteam dieser Liga verkauft – aber zu viele Fehler gemacht.“ Wieder einmal waren es die Ballverluste (19:8) und die Offensivrebounds (14 für Rhöndorf, 3 für die GEQUOS), die entscheidenden Charakter hatten. „Wenn wir nicht mindestens eine dieser Kategorien für uns entscheiden, bekommen wir keine Chance – insbesondere gegen Topteams wie Rhöndorf“, ergänzt Harris.

In einer Woche geht es für die GEQUOS mit der nächsten großen Herausforderung weiter: Vor heimischem Publikum empfangen die Karlsruher dann Spitzenreiter scanplus baskets Elchingen.

Punkte GEQUOS: Drezga 20 / 5 Dreier, Wellian 14, Black 10, Rothenberg 10, Schmitz 9, Kaufhold 7, Davis 2, Rüeck 1