Spannende TV-Premiere bei den Ringern in Weingarten

SVG-Coach Frank Heinzelbecker
Quelle: Fotostudio Dämmer

Karlsruhe/Weingarten (ps). Am Freitagabend war es endlich soweit. Die DRL feierte mit dem Derby zwischen Weingarten und Ispringen im Hexenkessel Mineralix-Arena ihre Premiere im Free-TV. Nach vielen Jahrzehnten waren die Ringsport-Zuschauer eines Ligakampfes in Deutschland Teil einer professionellen TV-Produktion. Eine Gruppe der Kunstturnregion Karlsruhe, die Cheerleader Golden Paws, das Walzbach-Inferno und die Stimme der Mineralix-Arena, Ralph Oberacker, brachten die Arena schon weit vor Kampfbeginn zum Brodeln.

Trainer Frank Heinzelbecker hat bei der Kaderzusammenstellung langjährigen Leistungsträgern den Vorzug gegeben. So startete in der Gewichtsklasse bis 66 kg griechisch-römisch Dustin Scherf anstatt Maxim Mamulat und für die Achse Panait, Juretzko und Fischer musste Safaryan weichen.  Im ersten Kampf des Abends startete Vugar Ragimov gegen den Ex-Germanen Roman Amoyan. Nach einer knappen Minute stockte den Zuschauern der Atem. Als Vugar einen Angriff abwehren wollte, landete er auf dem Kopf und verlor kurzzeitig sein Bewusstsein. Alle Beteiligten reagierten vorbildlich. Nachdem erste Untersuchungen auf der Matte vorgenommen wurden, konnte der Weingartener die Matte zu Fuß verlassen. Die Zuschauer zollten Roman Amoyan für sein faires Verhalten Respekt.

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Im Duell der schweren Jungs startete Shamil Musaev gegen den 3. Weltmeister Georgi Ketoev. Der junge Germane zeigte seine herausragende Form und siegte als aktiverer Ringer mit 3:2 Wertungspunkten. Alejandro Valdes hatte den starken Maxim Sacultan gegenüber. Dieser begann den Kampf sehr offensiv, konnte eine weitere Demonstration der Stärke des Kubaners aber nicht verhindern. Dieser siegte nach vier Minuten technisch überlegen mit 15:0 Wertungspunkten.

Im Duell der Generationen konnte Jan Fischer durch eine bärenstarke zweite Halbzeit gegen das Weingartener Eigengewächs Etienne Wyrich mit 6:2 gewinnen. Da Fischer fast 10 Kilo leichter war als sein Gegner konnte man diese zwei Mannschaftspunkte nicht als selbstverständlich ansehen. Im letzten Kampf vor der Pause ging Dustin Scherf gegen den Kroaten Sokol auf die Matte. Die beiden Athleten schenkten sich nichts. Nach nur zwei Minuten kugelte sich Scherf den Mittelfinger aus. Trainer Heinzelbecker leistete erste Hilfe und der Germane konnte als aktiverer Ringer ein 1:0 ins Ziel retten. Wie bereits gegen Schifferstadt gingen die Germanen mit einer Vier-Punkte-Führung in die Pause.  Nach der Pause schwammen die Felle von Weingarten nach vier Niederlagen in Folge davon.

Mago Nurov sorgte erneut für Licht und Schatten. Er zeigte, dass er gegen Weltklasse-Ringer wie Belonowski mithalten kann. Allerdings brachte er sich durch zwei leichtsinnige Fehler um den Lohn seiner Arbeit. Georg Harth gegen Israil Kasumov, Adam Juretzko gegen Neven Zugaj und Ionut Panait gegen Igor Besleaga zeigten beachtliche Leistungen, konnten aber letztlich klare Niederlagen nicht verhindern. Somit konnte Neuzugang Kudimagomedov durch einen sehenswerten 12:0-Erfolg gegen Carsten Kopp nur noch Ergebniskosmetik betreiben. Am Ende siegte Ispringen mit 13:11 und konnte das Tor zum DRL-Finale ganz weit aufstoßen.

Die DRL konnte das Mannschaftsringen als herrausragendes Sportevent im Free-TV präsentieren und einem großen Publikum die traditionsreichste und schönste Sportart zeigen. Jeder Ringsportfreund kann nur hoffen, dass die Verbandsfunktionäre beim Deutschen Ringerbund die Augen vor der Leistung der DRL nicht verschließen und das herausragende Engagement für das Ringen würdigen.

Die Einzelergebnisse im Überblick

59G: Vugar Ragimov – Roman Amoyan 0:2 (0:4, Aufgabe Heim)

130F: Shamil Musaev – Georgi Ketoev 3:2 (1:0)

66F: Alejandro Valdes Tobier – Maxim Sacultan 16:0 (4:0, TÜ)

98G: Jan Fischer – Etienne Wyrich 6:2 (2:0)

66G: Dustin Scherf – Tonimir Sokol 1:0 (1:0)

98F: Magomedgadji Nurov – Yuri Belonowski 2:8 (0:2)

75F: Georg Harth – Israil Kasumov 2:14 (0:3)

86G: Adam Juretzko – Neven Zugaj 0:5 (0:2)

75G: Ionut Panait – Igor Besleaga 0:6 (0:2)

86F: Magomed Kadimagomedov – Carsten Kopp 12:0 (3:0)

Endergebnis: 11:13